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Janek Konzack steigt voll ins Profigeschäft ein

Beim Speedwayrennen um den Preis der Stadt Debrezin forderte Janek Konzack Weltmeister Jason Doyle heraus. Genau diese Duelle will der 16-Jährige mit dem Einstieg ins Profigeschäft regelmäßig.

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Beim Rennen um den Preis der Stadt Debrezin war mit Janek Konzack in Ungarn auch ein Deutscher mit dabei, der mit einem Sieg in seinem ersten Lauf gleich mal ein Ausrufezeichen setzen konnte. Trotz eines letzten Platzes im zweiten Durchgang schaffte es der 16-Jährige auf zehn Punkte und stand somit im Halbfinale.

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«In den Vorläufen war es relativ schwierig, weil sich die Bahnsicht für mich noch nicht so gut entwickelt hatte. Das hat sich dann aber im Laufe des Rennens verbessert, als ich ein gutes Setup gefunden habe. Dann konnte ich mich Stück für Stück ins Rennen arbeiten», bilanzierte der einzige Deutsche im Feld, der seinen Halbfinallauf gewann und dann im Finale vom zweiten Platz aus sogar Jagd auf den führenden Jason Doyle machte und auf den letzten Metern sogar an diesen heranfahren konnte. «Die Starts waren auch wieder gut. Und im Finale konnte ich mich dann sogar Jason etwas annähern. Ich bin mit dem Rennen und Platz zwei auf jeden Fall zufrieden»

Konzack will weitere Duelle wie das mit Doyle

Duelle wie in Ungarn, wo Konzack mit einem Speedway-Weltmeister am Band stand, sollen für eines der hoffnungsvollsten deutschen Talente nun regelmäßig auf der Tagesordnung stehen. «Ich habe in der Schule die Klasse zehn fertig gemacht und konzentriere mich jetzt voll auf meine Profikarriere», so Konzack, der im Anschluss an die Schule keine Berufsausbildung anschließt. «Das passt zeitlich gar nicht rein. Wenn ich unter der Woche auch Rennen fahre, kann ich nebenbei keine Ausbildung machen. Ich werde dann nur über den Winter irgendwo arbeiten gehen.»

Für den 16-Jährigen steht somit der Rennsport ab sofort voll im Fokus. Er ist überzeugt, dass ihn vor allem viele Rennen voranbringen werden. «Es hilft wirklich, seine Routine rein zu bekommen und den Lerneffekt zu fördern. Man muss aber wie in Ungarn immer mit den ganz großen Jungs fahren, um mehr zu lernen. Es bringt dir nichts, wenn du zum Beispiel in einem kleinen Rennen eine halbe Gerade vorne wegfährst und man sich dann denkt wie schnell man wäre. Denn dann kommst du zu einem internationalen Rennen und die anderen fahren dir wiederum eine halbe Gerade weg. Deswegen fangen wir jetzt schon früh an viele internationale Rennen mitzunehmen, wo gute Fahrer mitfahren, wo ich viel lernen und mir was abgucken kann.»

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Hierzu fährt Konzack regelmäßig mit dem AC Landshut in der polnischen Liga und hatte neben Rennen in Dänemark auch bereits einen einzigen Einsatz in der schwedischen Liga, bei dem es aber vorerst bleiben wird. «Ich bin dort ein Vorrundenrennen gefahren, welches wir gewonnen haben und dadurch waren wir in den Playoffs. Die Playoffs kann ich aber nicht fahren, weil man mindestens elf oder zwölf Heats gefahren sein muss. Da ich aber nur an einem Renntag gefahren bin, war ich für die Playoffs nicht zugelassen», so Konzack zur Situation in Schweden, wo er im kommenden Jahr gerne wieder fahren möchte.

Konzack: «Schweden würde ich gerne wieder machen»

Und Konzack weiter: «Die Vereinbarung mit dem Klub war jetzt, dass ich einmalig für ein Rennen dabei bin, für den Winter ist dann alles offen. Schweden würde ich auf jeden Fall gerne wieder machen, aber der Weg nach England passt für mich aktuell gar nicht rein. Mit den Flügen und allem passt es kostentechnisch nicht.»

Mit den kommenden Prädikatsrennen, unter anderem dem U19- Einzel-EM Finale Anfang September in Krsko oder den Rennen zur deutschen Meisterschaft, kann sich Konzack für weitere Engagements in den Ligen empfehlen und geht in diese entscheidenden Rennen mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen, dass er unter anderem auch in Debrezin getankt hat. «Ich habe ein gutes Gefühl zurzeit und weiß, was ich kann und dass es möglich ist, jeden zu schlagen. Deswegen gehe ich relativ entspannt ran, gebe alles und schaue dann, was am Ende dabei rauskommt.»

Ergebnisse, Rennen um den Preis der Stadt Debrezin/H:

1. Jason Doyle (AUS), 17 Punkte

2. Janek Konzack (D), 15

3. Jevgenijs Kostigovs (LV), 15

4. Jakub Jamrog (PL), 15

5. Marko Levishyn (UA), 15

6. Matic Ivacic (SLO), 9

7. Michael West (AUS), 9

8. Patryk Wojdylo (PL), 9

9. Petr Kvech (CZ), 7

10. Dawid Rempala (PL), 6

11. Zoltan Lovas (H), 5

12. Viktor Trofimov (PL), 5

13. Antti Vuolas (FIN), 4

14. Truls Kramhaug (N), 4

15. Paco Castagna (I), 2

16. Sebastian Kössler (A), 1

17. Ricard Füzesi (H), 0


Semifinale 1: 1. Konzack, 2. Levishyn, 3. Wojdylo, 4. West

Semifinale 2: 1. Jamrog, 2. Kostigovs, 3. Kvech, 4. Ivacic

Finale: 1. Doyle, 2. Konzack, 3. Kostigovs, 4. Jamrog, 5. Levishyn (a)

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