Jubel bei Yamaha dank Fabio Quartararo: «Bestes Resultat des Jahres!»
Platz 6 im Brasilien-Sprint fühlt sich für Yamaha wie ein Sieg an: Fabio Quartararo zeigt bei der MotoGP in Goiania klare Fortschritte – trotz Topspeed-Defizit und schwieriger Ausgangslage.
Für Yamaha-Werkspilot Fabio Quartararo fühlte sich
Dabei begann das Rennen sogar noch vielversprechender: Quartararo katapultierte sich direkt nach dem Start auf Rang zwei. Im weiteren Verlauf musste er jedoch einige Positionen abgeben – nicht zuletzt aufgrund des bekannten Handicaps der Yamaha auf den Geraden.
Quartararos Klasse wurde offensichtlich
Trotzdem überwog bei Quartararo nach dem Sprint die Zufriedenheit: «Ja, ich bin zufrieden, weil wir am Morgen die Gelegenheit genutzt haben, als viele Fahrer gestürzt sind, und wir eine gute Runde fahren konnten – und besonders auch am Anfang des Rennens. Ich habe es genossen, ich wollte einfach pushen und versuchen, bei ihnen zu bleiben. Wir wissen, dass wir noch nicht das Potenzial haben, um dauerhaft mit ihnen zu kämpfen, aber zumindest genieße ich diese Momente.»
Ein entscheidender Faktor bleibt weiterhin der Topspeed-Nachteil der neuen V4-Yamaha. Quartararo nahm kein Blatt vor den Mund, als er nach den aktuellen Nachteilen im Kampf mit Fahrern anderer Fabrikate gefragt wurde: «Es liegt am Durchdrehen und auch ganz klar an der Motorleistung. Im Qualifying waren wir etwa 12 km/h langsamer als der Topspeed von Marc (Marquez) – und 12 km/h auf einem Kilometer sind ziemlich viel. Ich denke, 80 Prozent liegen wirklich an der Motorleistung.»
Für den Grand Prix ist Quartararo skeptischer
Mit Blick auf das Rennen am Sonntag zeigte sich der Weltmeister von 2021 jedoch realistisch – auch wenn Regen prognostiziert ist: «Besser als Platz 6 wird schwierig. Die Vorhersage hat sich ohnehin ständig geändert – wenn Regen angesagt war, war es sonnig, und umgekehrt. Vielleicht wird es also sonnig, wenn sie Regen sagen. Wichtig ist, dass ich es genieße und wir Schritt für Schritt vorgehen.»
Dass Quartararo im Q2 in mehreren Sektoren mit Bestzeiten glänzen konnte, wertete er nur bedingt als Fortschrittsindikator: «Nein, es ist eine kurze Strecke, und auf eine Runde kenne ich mein Potenzial. Natürlich liegt uns diese Strecke besser als Thailand, aber das Motorrad ist dasselbe – es ist also nicht wirklich besser. Es fühlt sich hier einfach besser an. In Austin und Jerez erwarte ich wieder mehr Probleme.»
Dennoch zog der Yamaha-Pilot ein positives Fazit und formulierte gleichzeitig das Saisonziel klar: «Wir nehmen mit, was wir bekommen können. Heute hatten wir die Chance, Punkte im Sprint zu holen und aus der zweiten Reihe zu starten. Wir haben unser Maximum gegeben. Dieses Jahr geht es darum, immer 100 Prozent zu geben. Wenn das für Platz sechs reicht wie heute, ist das perfekt. In Thailand war es Platz 14 – das ist der Unterschied.»
Und so blieb am Ende des Tages vor allem ein Gefühl hängen: «Heute war mit Abstand unser bester Tag des Jahres – und morgen schauen wir weiter.»
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