Toprak Razgatlioglu (18.) ratlos: «Wie mit fünf Jahre alten Reifen!»
Nach starkem Freitag erlebt Toprak Razgatlioglu im MotoGP-Sprint von Goiania ein Desaster. Fehlendes Vertrauen sorgte in Brasilien für Ernüchterung bei Pramac-Yamaha.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Die Euphorie nach dem starken Freitag war bei Toprak Razgatlioglu schnell verflogen. Nach dem direkten Einzug in Q2 und soliden Leistungen im Zeittraining folgte im MotoGP-Sprint von Goiania die Ernüchterung: Startplatz 12 (letzter Rang in Q2, +1,012 Sekunden) war noch akzeptabel – doch im Sprintrennen lief für den Pramac-Yamaha-Neuzugang nahezu alles schief.
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Bereits der Start entwickelte sich zum Schlüsselproblem. Razgatlioglu kam schlecht weg, fiel ans Ende des Feldes zurück und musste das Rennen von ganz hinten aufnehmen. Zwar konnte er zwischenzeitlich einige Positionen gutmachen, verlor jedoch in der Schlussphase wieder Plätze und überquerte die Ziellinie mit 23,044 Sekunden Rückstand nur als 18. und Vorletzter – immerhin noch vor Teamkollege Jack Miller. Schlechter Start: Razgatlioglu weiß nicht, was schief lief Entsprechend ratlos analysierte der Türke seine Performance und den schlechten Start: «Es war sehr seltsam. Dieses Problem hatte ich auch im Grand Prix von Thailand. Ich kann es mir nicht erklären. Ich gab Vollgas. Als ich die Kupplung löste, hatte ich keine Leistung mehr. Ich verstehe nicht, warum das so war.» Die misslungene Anfangsphase ruinierte jede Chance auf ein besseres Ergebnis: «Nach dem Start versuchte ich, die anderen Fahrer einzuholen. Doch das war unmöglich.»
Besonders alarmierend war für Razgatlioglu das fehlende Vertrauen ins Motorrad: «Auf dem Motorrad fühlte es sich an, als ob wir fünf Jahre alte Reifen verwendeten. Es war richtig seltsam. Auf den Geraden wurde die Front sehr unruhig. Ich fuhr wie im Nassen. Es machte mir keinen Spaß.»
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Das gute Gefühl vom Freitag war plötzlich verschwunden Der 29-Jährige schilderte ein komplett verändertes Fahrgefühl im Vergleich zum Freitag: «Das Gefühl war richtig merkwürdig, es fühlte sich nicht wie am Freitag an. Alles hat sich verändert. Vielleicht lag es am Reifen, vielleicht aber auch an der Abstimmung.»
Auffällig: Während andere Yamaha-Piloten überraschend konkurrenzfähig wirkten, kämpften Razgatlioglu und Miller mit ähnlichen Problemen. «Die anderen Yamaha-Piloten haben das gleiche Material. Fabio leistete sehr gute Arbeit. Aber auch Alex Rins war nicht schlecht. Nur ich und Jack haben diese Probleme», erklärte er und ergänzte: «Jack hatte die gleichen Probleme. Ich beobachtete ihn. Seine Front rutschte weg, das Motorrad verzögert nicht, das Heck hat keinen Grip – das ist alles richtig seltsam und ich weiß nicht, woran es liegt.»
Die Konsequenz: ein Rennen am Limit – und darüber hinaus. «Das Team wird alles untersuchen. Ich versuche, das Motorrad zu fahren, doch so ist das unmöglich. Im Rennen war ich verängstigt, die Vorderradbremse zu betätigen.» Mit Blick auf den Sonntag bleibt dem Türken nur Galgenhumor. Auf die Frage nach möglichen Regenbedingungen antwortete er mit einem Lächeln: «Ich hoffe auf Regen – und vielleicht auf etwas mehr als Regen.»
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