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Justin Marks gibt Einblicke: Trackhouse steht in der MotoGP erst am Anfang

Seit zweieinhalb Jahren ist Trackhouse in der MotoGP aktiv. Teameigentümer Justin Marks erklärt, warum die Aufbauphase nun endet und er besonders gespannt auf 2027 und 2028 blickt.

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Mit dem Einstieg von Trackhouse Racing begann zur Saison 2024 ein neues Kapitel in der MotoGP. Das US-Team übernahm die Startplätze von RNF und ging eine enge Partnerschaft mit Aprilia ein. Zweieinhalb Jahre später sieht Teameigentümer Justin Marks die eigentliche Aufbauphase seiner Mannschaft langsam als abgeschlossen an.

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Dabei brachte Trackhouse viel Erfahrung aus dem US-Motorsport mit. Marks ist gemeinsam mit dem Musiker Pitbull auch in der NASCAR aktiv. Dennoch ging es ihm beim MotoGP-Einstieg nicht darum, erfolgreiche Konzepte aus den USA einfach auf die Motorrad-WM zu übertragen.

«Ich würde nicht sagen, dass wir die MotoGP mehr wie NASCAR machen wollen», stellte Marks im Rahmen des zurückliegenden Rennwochenendes in Silverstone klar. Vielmehr habe sich Trackhouse zunächst bewusst zurückgehalten. «Ich glaube, wir stehen gerade erst am Anfang davon, zu etablieren, was wir in der MotoGP sein wollen.»

Trackhouse in der MotoGP: Das Fundament steht

In den ersten beiden Jahren sei es vor allem darum gegangen, in der neuen Umgebung anzukommen. «Wir wollten eine sanfte Landung hinbekommen. Wir wollten nicht am ersten Tag hier auftauchen und sofort all diese verrückten, anderen Dinge machen», erklärte der US-Amerikaner.

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Stattdessen wollte Marks zunächst verstehen, wie die MotoGP funktioniert. «Wir mussten uns orientieren und den Sport, die Menschen und die Dynamik kennenlernen und verstehen, was es braucht, um erfolgreich zu sein.»

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Erst auf dieser Grundlage soll Trackhouse verstärkt seine eigenen Stärken ausspielen. Dazu zählt Marks insbesondere die Zusammenarbeit mit Sponsoren und Partnern. «Wir wollen das tun, was wir am besten können: Partner finden, sie inspirieren, für diesen Sport begeistern und dann großartige Programme mit ihnen entwickeln.»

Die vergangenen zweieinhalb Jahre betrachtet Marks deshalb vor allem als Lernphase. Die jüngsten sportlichen Erfolge seien nicht der entscheidende Auslöser dafür, dass Trackhouse nun den nächsten Schritt plant. «Das hat eigentlich nichts mit dem Gewinnen zu tun», betonte Marks. «Jetzt sind wir an dem Punkt, an dem wir wissen, was wir hier in der MotoGP sein können.»

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US-Wurzeln ein Teil der Identität

Entsprechend richtet sich sein Blick bereits über die laufende Saison hinaus. Besonders die Jahre 2027 und 2028 wecken beim Trackhouse-Eigentümer große Erwartungen. «Darauf freue ich mich. Wir sind jetzt an dem Punkt, an dem unsere Mitarbeiter in den USA, die sich mit der MotoGP beschäftigen, und wir durch die gemeinsame Arbeit wirklich erkennen, in welche Richtung wir gehen wollen.»

Dabei soll die amerikanische Herkunft ein wichtiger Teil der Identität bleiben, ohne dass sich Trackhouse ausschließlich über den US-Markt definiert. «Wir wollen feiern, dass wir ein Unternehmen in amerikanischem Besitz sind. Gleichzeitig wollen wir aber auch zeigen, was wir in einem globalen Umfeld machen können, die Kulturen auf der ganzen Welt feiern und die Chancen nutzen, die sich daraus ergeben.»

Für die kommenden Jahre kündigte Marks deshalb selbstbewusst an: «Es liegen große Dinge vor uns.» Einen einzelnen Wendepunkt in der bisherigen Entwicklung kann der Teameigentümer nicht benennen. Vielmehr sieht er den Fortschritt als Ergebnis zahlreicher kleiner Schritte.

«Ich weiß nicht, ob ich zwei oder drei entscheidende Dinge herausgreifen kann», räumte Marks ein. «Wir sind einfach methodisch vorgegangen, haben uns unseren Mitarbeitern verpflichtet, die Fahrer unterstützt und die Beziehung zu Aprilia gepflegt.»

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Kleine Schritte statt großer Knall

Vor allem Geduld sei dabei entscheidend gewesen. Trackhouse habe bewusst darauf verzichtet, in kurzer Zeit zu viel verändern zu wollen. «Wir haben versucht, sehr methodisch und geduldig zu sein und nicht zu schnell zu viel zu machen. Uns war bewusst, dass dies ein schwieriger Sport ist und wir für eine lange Zeit hier sein wollen.»

Marks beschreibt die Philosophie mit einem einfachen Ansatz: «Wir versuchen, jeden Tag in jedem dieser Bereiche ein Prozent besser zu werden.» Über einen längeren Zeitraum summierten sich diese kleinen Fortschritte.

Für Marks beginnt sich diese Arbeit nun auszuzahlen. «Das hat mit der Zeit einen sich verstärkenden Effekt. Ich glaube, genau jetzt sieht man, wie das alles zum Leben erwacht.»

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