Danilo Petrucci hat nur noch eine Chance – auch Plan B ist mit Fragezeichen
Der letzte Event vor der langen Sommerpause der Superbike-WM wird für Werksfahrer Danilo Petrucci (35) wegweisend. Gelingt ihm in England keine Spitzenleistung, war es das nach nur einem Jahr mit BMW.
Danilo Petrucci und die BMW M1000RR – weder Liebe auf den ersten Blick noch gewachsene Zuneigung. Der triste Ertrag aus bislang zwölf Läufen: Platz 6 im zweiten Hauptrennen beim Saisonstart in Australien als Bestleistung. Zu den Anpassungsschwierigkeiten des Italieners gesellte sich unfassbares Pech, das in
Die Veranstaltung in England ist für den Kämpfer aus Terni wegweisend: Gelingt ihm nach seiner langen Verletzungspause ein Meisterstück, hält er sich eine Chance auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit BMW offen. Missglückt dieses Vorhaben, ist die Trennung vorprogrammiert.
BMW hatte bis Ende Juni die Möglichkeit, eine Option auf «Petrux» zu ziehen, womit sich der aktuelle Vertrag automatisch bis Ende 2027 verlängert hätte. Doch weil unklar ist, zu welchen Leistungen Danilo imstande ist, griffen die Manager der Propellermarke nicht zu. Die Verhandlungen für nächstes Jahr beginnen damit wieder bei null und beide Parteien können auch andere Lösungen in Betracht ziehen.
Petrucci ärgert sich über sich selbst
Niemand ärgert sich seit Monaten mehr darüber, dass die Anpassung an die M1000RR nicht wie gewünscht gelingt, als Petrucci selbst, der in der MotoGP- und Superbike-WM Rennen gewonnen hat, dazu in der MotoAmerica und sogar eine Etappe bei der Rallye Dakar. Doch im Gegensatz zu ROKiT-Teamkollege Oliveira, der schon viermal als Dritter auf dem Podium stand und regelmäßig schnellere Rundenzeiten als Weltmeister Toprak Razgatlioglu im Vorjahr fährt, strauchelt der Italiener.
BMW spielt durch
Petruccis Chancen hängen auch an Bautista
Entscheidet sich BMW gegen Petrucci, worauf einiges hindeutet, wird der 35-Jährige in keinem anderen Werksteam unterkommen. Plan B wäre die Rückkehr zu einem Ducati-Team, denn außer BMW (4) hat nur Bimota (3) in der laufenden Weltmeisterschaft Podestplätze geholt. «Wir lieben Barni noch immer und Barni liebt Danilo», sagte Petruccis Manager Alberto Vergani gegenüber SPEEDWEEK.com über die stärkste Privatier-Mannschaft. «Sollte Alvaro Bautista dort nicht weitermachen, könnte das eine Option sein.»
Der 41-jährige Bautista, zweifacher Superbike-Weltmeister und 63-facher Laufsieger, steht als WM-Achter diese Saison deutlich im Schatten seines 15 Jahre jüngeren Teamkollegen Yari Montella, der 71 Punkte mehr auf dem Konto hat und derzeit auf dem dritten Gesamtrang liegt.
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