Späte Beförderung: Alex Escrig vor Wechsel ins Moto2-Weltmeisterteam
Der Spanier Alex Escrig zeigt 2026 eine bemerkenswerte Leistungssteigerung. Die Chancen stehen gut, dass es für den derzeitigen Forward-Piloten im kommenden Jahr mit Italtrans weiter nach oben geht.
Seit seinem Debüt in der Weltmeisterschaft richteten sich auf den Spanier Alex Escrig nur wenige Blicke. Drei Jahre lang wurde der Spanier zuverlässig am unteren Ende der Ergebnislisten geführt. 2023, 2024 und 2025 reicht es in der Mannschaft von Forward Racing zu keinem Zeitpunkt für ein Ausrufezeichen. In seiner Debütsaison reichte es nicht einmal für einen einzigen WM-Zähler. Im dritten vollen Jahr als Moto2-Pilot waren es dann immerhin deren 25 und WM-Position 22.
Verdient hatte sich Alex Escrig den Einzug ins WM-Fahrerlager davor mit dem Titel in der Stock-Europameisterschaft (2021). Von dort ging es für den ehemaligen Red Bull Rookie – dort traf er auch auf seinen jetzigen «Best Buddy» Pedro Acosta – weiter in die Moto2-Europameisterschaft. Auf einer Kalex landete der mit 1,84 Meter für einen GP-Fahrer sehr große Spanier in der Moto2-Mannschaft von Giovanni Cuzari (Forward).
Vorwärts mit Forward ging es spät. Dank einem verbesserten Chassis und dem Wechsel auf Federelemente von WP Suspension drehten sich die Vorzeichen zugunsten von Escrig. Nach einer Schocker-Bestzeit beim Wintertest in Jerez ließ der Schlaks 2026 auch Ergebnisse bei Moto2-Rennwochenenden folgen. Beim zweiten Rennen der Saison in Brasilien holte er als Vierter sein mit Abstand bestes Ergebnis. Dazu kamen Starts aus der ersten Reihe in Jerez und Mugello.
Zwar rangiert Alex Escrig nach fünf Rennen ohne Punkt aktuell auch nur auf WM-Rang 13, doch die überdurchschnittliche Verbesserung blieb nicht unbemerkt. Nach Kenntnisstand von SPEEDWEEK.com steht der 22-Jährige vor einer Unterschrift beim Italtrans Racing – und damit jener Mannschaft, die 2025 mit Diogo Moreira den Titel in der mittleren WM-Klasse holte. Es war der zweite Titel der Mannschaft aus Italien nach dem Triumph mit Enea Bastianini 2020.
Nach dem Verlust des Weltmeisters an die MotoGP holte sich das von Ex-MotoGP-Teamchef Livio Suppo beratene Team Daniel Munoz. Der Spanier liefert, ist als Zehnter kurz vor der Sommerpause bester Moto2-Rookie – und hat zudem einen Vertrag bis Ende 2027. Anders geht es dessen Teamkollegen Adrian Huertas. Nach einem enttäuschenden Debütjahr 2025 zündet der Supersport-Weltmeister auch in der laufenden Saison nicht. 21 Punkte und WM-Rang 16 sind zu wenig – damit dürfte bereits feststehen, dass Huertas Platz machen muss für den aufstrebenden Alex Escrig.
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