Morbidelli über MotoGP-Aus: «Habe gelernt, Ängste zur Seite zu schieben»
Franco Morbidellis MotoGP-Karriere stand in neun Jahren mehrmals auf der Kippe. 2027 wird er in die Superbike-WM wechseln. Das VR46-Ass steht vor seinem letzten Heimrennen als Königsklassen-Pilot.
Wie für das Gros der italienischen MotoGP-Fahrer ist das Rennwochenende in Misano für Franco Morbidelli jedes Jahr ein Besonderes: Der VR46-Pilot ist nur 20 Minuten vom Misano World Circuit Marco Simoncelli aufgewachsen. «Dass es mein letztes MotoGP-Rennen hier wird, macht es noch spezieller.»
Dass der Vertrag des 31-Jährigen im VR46-Team nicht verlängert werden konnte, darüber habe er sich keine Gedanken gemacht: «Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, Ängste zur Seite zu schieben.» Dies sei eine Lehre aus Morbidellis Debütsaison: «2018 hatte ich Angst, die MotoGP wieder verlassen zu müssen. Wenn gerade im ersten Jahr gute Ergebnisse ausbleiben, dann bekommt man Bammel.»
Superbike-WM: Noch keine Vorfreude
In seiner ersten MotoGP-Saison wurde der Italo-Brasilianer 15. in der WM-Wertung und Rookie des Jahres. Auch deswegen sieht der gebürtige Römer das Auftaktjahr in seine neunjährige Königsklassen-Karriere nicht als sein schwierigstes in der Rennserie: «2022 war hart, aber wahrscheinlich auch das aktuelle Jahr.» Aktuell belegt Morbidelli WM-Rang 16 und liegt 155 Punkte hinter Teamkollege Fabio Di Giannantonio.
Wann wurde ihm das Ende seiner MotoGP-Karriere bewusst? «Als das Team es mir mitgeteilt hat.» Auf seine nächstjährige Aufgabe in der Superbike-WM verspürt der Mann mit der Nummer 21 noch keine Vorfreude: «Vorher freue ich mich auf das Misano-Wochenende. Alles andere kommt Schritt für Schritt.»
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