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Vorläufiger WM-Kalender 2027: Deutschland-Grand-Prix am 20. Juni 2027
Ducati-Werksfahrer Andrea Bonacorsi wird an den verbleibenden beiden Grands-Prix in China und Australien wegen einer eine Lebensmittelvergiftung nicht antreten. Sein MXoN-Einsatz ist ungewiss.
Der italienische Ducati-Werksfahrer Andrea Bonacorsi zog sich in der Türkei eine Lebensmittelvergiftung zu und konnte in Afyon nach Platz 15 im ersten Lauf nicht zum zweiten Lauf antreten. Nun zog er die Notbremse und wird nicht an den verbleibenden beiden Grands-Prix in China und Australien teilnehmen. Die Saison ist für ihn ohnehin gelaufen. Nach seiner schweren Verletzung in Kegums, wo er sich die Fußraste in den Bauch rammte, fiel er in der WM-Tabelle auf Platz 23 zurück.
Bonacorsi wurde als Open-Starter der italienischen Nationalmannschaft für das Motocross der Nationen nominiert. Ob dieser Einsatz ebenfalls gefährdet ist, ist im Moment nicht bekannt. Vielleicht muss Antonio Cairoli am Ende doch wieder einspringen?
«Diese Saison lief bisher nicht nach unseren Vorstellungen», erklärte Bonacorsi. «Um ehrlich zu sein, gab es Momente, die mich mehr auf die Probe gestellt haben als alles, was ich bisher erlebt hatte. Es hat sich sowohl auf als auch abseits der Rennstrecke viel getan. Aber so ist nun einmal der Sport. Nicht jeder Kampf verläuft nach Wunsch. Nicht jedes Wochenende beschert einem das Ergebnis, für das man gearbeitet hat. Das heißt nicht, dass wir gescheitert sind. Man lernt, passt sich an und übernimmt Verantwortung. Es hat auch keinen Sinn, einen Schuldiges zu suchen. Wir alle haben Bereiche, wo wir uns verbessern können und ich bin der Erste, der an sich selbst arbeitet. Was die Leute sehen, ist nur ein kleiner Teil der Geschichte. Es gibt auch Themen hinter den Kulissen und Momente, die niemand sieht. Aber wir sind noch da und arbeiten weiter. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Der Sturm wird vorüberziehen.»
Andrea Bonacorsi ist in dieser Saison häufig gestürzt. Auch sein Teamkollege Calvin Vlaanderen ging oft zu Boden und Jeremy Seewer verließ mitten in der Saison das Ducati-Werksteam, weil er mit der Desmo450 MX nicht zurechtkam. Das Engagement von Romain Febvre für das kommende Jahr klingt nicht wie ein Neuanfang, sondern nach einem guten Angebot, dem Febvre am Ende seiner Karriere nicht widerstehen konnte. Kurz gesagt: Die Ducatisti durchlaufen gerade eine schwere Zeit, nachdem es im vergangenen Jahr in der WM eigentlich sehr erfolgversprechend losging.
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