MotoGP-Interesse: Ex-F1-Teamboss Christian Horner besucht Jerez-GP
Regelmäßig zieht die MotoGP-Prominenz an. Mit Christian Horner ist in Jerez ein über viele Jahre bestimmendes Gesicht der Formel 1 zu Gast. Steckt hinter der Stippvisite mehr als ein Wochenendausflug?
Seitdem der in den USA lebende Günther Steiner das Kommando bei Tech3 übernommen hat, kursieren unentwegt Gerüchte über weitere Investoren aus dem Geschäftsfeld der Formel 1. Gefüttert werden die möglichen Zukunftspläne auch durch die Übernahme der MotoGP durch den US-Medienkonzern Liberty Media, der der Marke «F1» in den vergangenen Jahren zu einer deutlich gestiegenen Popularität verholfen hat.
Im Fahrerlager des Circuito de Jerez Ángel Nieto zu Gast ist nun ein weiteres Großkaliber der F1-Szene – Christian Horner. Der Brite, der bis 2025 zwei Jahrzehnte in leitender Funktion bei Red Bull Racing war, ist gemeinsam mit F1-CEO Stefano Domenicali zu Gast. Dorna-Spitzenmanager Carlos Ezpeleta begrüßte die Vierrad-Prominenz im MotoGP-Fahrerlager. Danach verbrachte der bekannte Rennsport-Manager einige Zeit in der Box des Honda-Werksteams.
Während des FP2 gelang es MotoGP-Boxenreporter Jack Appleyard, Horner ans Mikrofon zu bekommen. Horner, zuletzt vor über 20 Jahren Gast bei einem MotoGP-Rennen: «Nun, ich war schon immer ein großer Fan der MotoGP, und da ich gerade etwas Zeit habe, dachte ich, es wäre eine gute Gelegenheit, hierherzukommen und mir die Meisterschaft anzusehen.»
Nach über zwanzig Jahren wieder im MotoGP-Fahrerlager
Der 52-jährige Ex-Rennfahrer weiter: «Die Serie steht unter neuer Führung, unter der gleichen wie die Formel 1, und es ist toll, die Motorräder zu sehen und zu beobachten, wie sie sich weiterentwickelt haben. Ich war, glaube ich, zuletzt 2005 in Estoril bei einem MotoGP-Rennen, es ist also schon eine Weile her. Ich finde, es ist eine wirklich interessante Zeit für die MotoGP. Auch sie durchläuft unter neuer Eigentümerschaft eine Phase des Wandels. Deshalb wollte ich hierherkommen und mir selbst ein Bild davon machen.»
Angesprochen auf die Möglichkeit, selbst in der MotoGP geschäftlich aktiv zu werden, ließ sich Christian Horner nicht in die Karten schauen, fügte aber noch hinzu: «Es sind großartige Rennen, es ist eine großartige Show.“ Die Fahrer sind unglaublich, die Motorräder sind unglaublich. Erst wenn man es live sieht, weiß man zu schätzen, wie wahnsinnig diese Maschinen sind. Ich glaube, dass dieser Sport so viel zu bieten hat. Hoffentlich können die Leute von Liberty mit ihrer Erfahrung in der Formel 1 davon profitieren. Ich weiß, dass Stefano Domenicali sehr engagiert ist – ich bin heute hier mit ihm. Da wird es sicher einige Synergieeffekte geben.»
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