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Euro Moto Supersport: Lennox Lehmann bevorzugt saubere Überholmanöver

Beim Euro Moto-Event in Oschersleben hätte Lehmann (Yamaha) beinahe seinen ersten Supersport-Sieg seit Assen 2024 geholt. Einzig Daniel Blin (Ducati) hatte etwas dagegen.

Im Artikel erwähnt

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Auch bei der vierten Saisonstation der IDM-Nachfolge-Serie Euro Moto stand Lennox Lehmann nach den Rennen der Klasse Supersport auf dem Podest – beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring und in Brno jeweils als Dritter, danach in Most, nach dem Unfall von Marcel Brenner wurde nur ein Rennen gewertet, sowie am vergangenen Wochenende in der Motorsport Arena Oschersleben jeweils als Zweiter. Ein Sieg wollte dem Dresdner wieder nicht gelingen, wobei er im zweiten Rennen dichter dran war als jemals zuvor in diesem Jahr.

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Nachdem der Tabellenleader Dirk Geiger, gleichzeitig Lehmanns Stallgefährte im niederländischen Team Apreco - Yamaha, nach Motorwechsel auf das dritte Aggregat des Jahres aus der Boxengasse starten musste, stieg Lehmanns Siegchance am Sonntag natürlich, zumal er am Vortag den schon vier Mal siegreichen Meisterschaftsanwärter Daniel Blin bezwungen hatte. Im Rennen selbst führte er die meiste Zeit und auch bis zur drittletzten Kurve. Dann setzte der Pole mit seiner Ducati den finalen Angriff und schnappte sich seinen fünften Saisonsieg.

Lehmann steht zu seiner Aussage

Beim Livestream-Interview mit den drei Erstplatzierten wählte Lennox Lehmann dann markige Worte, als er sagte: «Das Rennen war gut, die Pace war gut, viele Führungskilometer gesammelt. Schade, dass dann am Ende nur durch Kontaktsport das Überholmanöver kommen kann. Aber wenn das so sein soll, fange ich in Assen damit auch an. Dann werden wir ein schönes Battle haben, wenn ich wieder fit bin.»

Wenngleich im Livestream in der Mediathek eine Berührung nicht wirklich sichtbar ist, stand der 20-Jährige auch tags darauf im Gespräch mit SPEEDWEEK.com zu seiner Aussage und erklärte die Situation mit folgenden Worten. «Blin ist im Shell-S in der Links innen rein und ist dann weit gegangen. Ich habe zu Turn 13 hin wieder vorbei beschleunigt und war auch, meiner Meinung nach, vor ihm, weil er im Limiter festgehangen ist. Ich bin dann in Turn 13 eingebogen und war schon mit dem Knie am Boden, da hatte ich Blins Vorderrad in meiner Schulter drin und musste aufmachen, damit wir nicht beide daliegen. Hätte ich nicht aufgemacht, hätten wir beide dagelegen. Und das finde ich, hätte nicht sein müssen. Das hätte man sauber machen können. Aber wenn es so sein soll, machen wir es nun halt alle so, dass ein bisschen mehr auf Körperkontakt geht.»

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Aber wenn das so sein soll, fange ich in Assen damit auch an.

Lennox LEHMANN

Festzuhalten gilt aber, dass die Rennleitung zur besagten Aktion nichts unternommen hat. Zur heiklen Situation fügte er hinzu: «Ich bin mir relativ sicher, dass er sich nicht verbremst hat, sondern mit Absicht da innen reingefahren ist, dass das kein aus Versehen war und er nur ein bisschen zu spät auf der Bremse war. Logisch, es war die letzte Runde. Da versucht man natürlich alles. Es war nicht grob unfair, das auf jeden Fall nicht. Aber es wäre trotzdem sauberer gegangen, von meinem Empfinden her. Wenn ich nicht mitspiele, liegen wir beide im Dreck.»

Als eine Art Kampfansage gab er zudem mit auf den Weg: «Natürlich werde ich weiter versuchen, es sauber zu machen. Aber wenn es jetzt in Assen oder wann auch immer in den letzten Runden dazu kommt, dass sich ein halbes Manöver bietet, werde ich dann auch reinhalten und nicht zurückziehen.»

Der erste Sieg ist fällig

Wenngleich Lehmann und Blin schon lange in der gleichen Klasse fahren, hat der Sachse ansonsten noch keine schlechten Erfahrungen mit seinem östlichen Nachbarn gemacht. «So genau kann ich das gar nicht sagen, weil ich noch nicht so oft mit Blin im Zweikampf war. Letztes Jahr war ich einfach zu langsam. Da lief es einfach zu schlecht, dass ich hätte mit ihm im Kampf sein können. In dieser Saison war es in Oschersleben das erste Mal, dass es zu Fights kam. Im ersten Rennen war Blin in der letzten Runde nicht nah genug an mir dran, dass er ein Manöver setzten konnte. (Das Rennen gewann Dirk Geiger ziemlich deutlich vor Lehmann und Blin, Anm. d. A.) Auch die Rennen davor war es nie so, dass ich mit ihm in einem Zweikampf war. Deshalb kann ich mir da kein wirkliches Urteil bilden.»

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Zweite Plätze hat Lennox Lehmann in dieser Saison schon deren vier, dazu noch drei zweite. Kommt ein Sieg in diesem Jahr noch? «Ja, alle Podestplätze haben wir bisher schon gesammelt, außer einen Sieg. Natürlich ist es der Plan, dass wir in Assen wieder angreifen. Wichtig ist erst einmal, dass wir meinen von Suzuka lädierten Finger wieder fit bekommen. Da Dirk aus der Boxengasse starten musste, hat das die Sache schon erleichtert. Es wäre kein geschenkter Sieg gewesen, das auf keinen Fall. Am besten wäre es aber, wenn alle komplett da sind und wir gewinnen. Ein selbst erkämpfter Sieg wäre das Best-Case-Szenario.»

Ungeachtet allem bisher gesagten, ist Lennox Lehmann mit seiner bisherigen Saison «… mega zufrieden. Da kann man sich nicht beschweren. Aber natürlich ist es so, dass wenn man merkt, dass man konkurrenzfähig ist und um Siege und Podestplätze mitfahren kann, ärgert es einen extrem, wenn man es dann nicht über die Linie bringt und gewinnt. Das ist definitiv so. Natürlich wäre es schön gewesen, das zweite Rennen in Oschersleben zu gewinnen, aber im Endeffekt hat das für mich nicht den großen Unterschied gemacht, weil wir echt zufrieden sein können mit dem Schritt, den wir vom letzten Jahr zu diesem Jahr gemacht haben. Aber natürlich will man immer mehr und gewinnen. Ich meine, das macht den Sport ja auch aus, dass man nie zufrieden ist, außer wenn man gewinnt.»

Von den letzten drei Saisonstationen Assen, Nürburgring und Hockenheim sieht er keine Strecke, die ihm besonders entgegenkommt oder er gern mag bzw. mit der er weniger gut zurechtkommt.

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Pos

Fahrer

Fahrer

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

26

15

21:55,533

1:26,752

25

02

Lennox Lehmann

Lennox Lehmann

28

15

+0,034

1:26,973

20

03

Luca Göttlicher

Luca Göttlicher

99

15

+3,009

1:27,256

16

04

60

15

+8,216

1:26,963

13

05

Marvin Siebdrath

Marvin Siebdrath

48

15

+10,598

1:27,578

11

06

Freddie Heinrich

Freddie Heinrich

9

15

+17,981

1:28,154

10

07

Filip Feigl

Filip Feigl

92

15

+23,444

1:28,309

9

08

Julius Caesar Rörig

Julius Caesar Rörig

24

15

+24,647

1:28,603

8

09

Julius Frellsen

Julius Frellsen

42

15

+24,682

1:28,180

7

10

Marvin Kreimes

Marvin Kreimes

21

15

+31,936

1:28,775

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