MotoGP-Absage auf Phillip Island: Warum nicht am Samstag gefahren wurde
2023 rettete die MotoGP das Rennen auf Phillip Island durch eine Vorverlegung auf Samstag. Warum blieb es diesmal beim Zeitplan? Aprilia-Rennleiter Massimo Rivola erklärt die Hintergründe.
Nach der
Anders als am Sonntag konnte der
Warum eine Verschiebung kein Thema war
«Tatsächlich sollte es auch am Samstag ab dem Nachmittag ziemlich schlecht werden, also ab dem Sprint. Für heute waren durchgehend Kälte und Regen vorhergesagt, aber nicht so heftiger Regen wie in der Nacht zuvor», erklärte der Italiener.
Die Entscheidung lässt sich damit nicht allein auf die Frage reduzieren, warum die MotoGP trotz einer schlechten Sonntagsprognose am ursprünglichen Ablauf festhielt. Auch das Wetterfenster am Samstag erschien im Vorfeld unsicher. Letztlich fand der Sprint statt, während am Sonntag nach mehreren Verschiebungen sämtliche Rennen abgesagt wurden.
Ausschlaggebend für die Absage des MotoGP-Laufs war die eingeschränkte Sicht, die den Einsatz des Rettungshubschraubers beeinträchtigte. Diesen Faktor hatte Rivola nach eigener Aussage zunächst nicht in seine Überlegungen einbezogen. «Ich persönlich hatte das Problem mit dem Hubschrauber nicht bedacht. Jetzt zu sagen, dass wir vielleicht am Samstag hätten fahren können, ist im Nachhinein zu einfach», räumte der Aprilia-Chef ein.
Verschiebung auf Samstag rettete 2023 den Grand Prix
Der Vergleich mit 2023 liegt dennoch nahe. Damals tauschten die Verantwortlichen wegen der angekündigten Wetterverschlechterung die Termine von Sprint und Grand Prix. Das Hauptrennen fand bereits am Samstag statt, der Sprint wurde auf Sonntag verschoben.
Auch die Rennen der Moto3 und Moto2 blieben damals für Sonntag angesetzt. Beide Klassen erhielten zusätzliche Warm-up-Sessions, zudem wurden die Sonntagsrennen um eine Stunde vorgezogen. Trotzdem ließ sich das Programm nicht vollständig absolvieren: Das Moto2-Rennen wurde vorzeitig abgebrochen, der MotoGP-Sprint anschließend gestrichen.
Die damalige Umplanung rettete somit zumindest das Hauptrennen der Königsklasse. Sie zeigt aber auch, dass sich die Folgen des Wetters selbst mit einem angepassten Zeitplan nur begrenzt auffangen lassen.
Für Rivola stand nach der diesjährigen Absage vor allem die Enttäuschung der Zuschauer im Mittelpunkt. Beim letzten MotoGP-Wochenende auf Phillip Island blieb ihnen am Sonntag lediglich eine Abschiedsrunde der Fahrer hinter dem Safety-Car. «Es ist einfach schade, dass wir für all diese Menschen kein Rennen fahren. Aber das ist nichts, was wir wirklich kontrollieren können», bedauerte der Aprilia-Rennchef.
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