Lando Norris nach Quali-Pleite: «Habe einen sehr schlechten Job gemacht»
F1-Champion Lando Norris musste sich im Qualifyings in Austin mit dem achten Platz begnügen – auch weil ihm eine Rundenzeit gestrichen wurde. Der McLaren-Star übte sich hinterher in Selbstkritik.
Das dritte freie Training am Samstagmorgen liess erahnen, dass Lando Norris im Qualifying zum 18. Saisonlauf auf dem Circuit of the Americas kein leichtes Spiel haben würde, denn er schaffte nur die achtschnellste Runde. Tatsächlich schaffte es der Formel-1-Weltmeister aber, im ersten Quali-Segment noch die Bestzeit aufzustellen. Doch danach lief seine Zeitenjagd in die falsche Richtung.
Im zweiten Abschnitt war Norris nunmehr Fünftschnellster und als es um die Top-10-Startreihenfolge ging, fehlte dem McLaren-Piloten das Tempo, um in den Kampf um die Pole einzugreifen. Norris gelang es beim zweiten und letzten Versuch nicht einmal, in die Top-3 zu fahren. Stattdessen musste er sich nach einem unfreiwilligen Ausflug neben die Bahn mit einer gestrichenen Rundenzeit und Platz 8 abfinden, zwei Positionen kostete ihn der Ausritt.
Lando Norris: Tabletten gegen Kopfschmerzen
Entsprechend düster war seine Miene, als er vor die Journalisten trat und selbstkritisch zusammenfasste: «Was das Tempo angeht, war das Auto grossartig. Aber es war verrückt, wie schwierig es zu fahren war – das war wohl das kniffligste Auto, das ich je bewegt habe. Es war aber schnell genug, um den zweiten Platz zu holen. Dort hätte ich also landen sollen, und nicht auf Platz 8, und das bedeutet, dass ich einen sehr schlechten Job gemacht habe.»
Er habe aber auch Pech gehabt, weil der Wind ihm beim ersten Versuch in die Quere kam, relativierte er. Und er betonte noch einmal, dass die Bodenwellen für Ärger sorgten. «Ich habe das Gefühl, dass wir in der Formel 1 in der Lage sein sollten, etwas dagegen zu tun. Wie gesagt, vor jeder Session habe ich Tabletten gegen die Kopfschmerzen eingeworfen. Vielleicht gibt es andere Fahrer, die nicht so viel Mühe damit haben, aber bei mir ist das so. Es ist nötig, damit ich richtig fahren kann.»
Lando Norris: Probleme in den langsamen Passagen
Der 13-fache GP-Sieger schilderte auch: «Wir versuchen, das Auto weiter zu verbessern und bringen auch Upgrades, aber da ist irgendwas, das wir nicht wirklich begreifen. Vielleicht ist es einfach nicht schnell genug, aber es besteht immer die Hoffnung, mit einer Megarunde den ersten Platz zu erobern. Doch du verbesserst dich in drei Kurven und die nächsten drei Kehren sind dann plötzlich wieder ein Albtraum. Es ist einfach unmöglich. Es ist unmöglich, in diesem Auto den Grad an Perfektion zu erlangen, den ich mir wünsche. Das ist schwierig, denn ich will alles geben, müsste mich aber mit dem fünften Platz begnügen, und das will ich einfach nicht.»
Mit Blick aufs Rennen hielt Norris schliesslich fest: «Ich weiss nicht, wie einfach es wird, einen Gegner zu überholen. Aber auf einem Grossteil der Strecke sind wir offensichtlich auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Es ist nur der dritte Sektor, der uns Sorgen bereitet, wir haben in den langsamen Passagen grosse Schwierigkeiten, und das ist ehrlich gesagt furchtbar.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





