Jack Miller bekam seinen Regen – doch der MotoGP-Abschied fiel ins Wasser
Die Absage verhinderte Jack Millers letzten MotoGP-Heimstart im Sonderdesign. Emotional verabschiedete er sich von den australischen Fans. Im Februar kehrt er als Superbike-WM-Pilot zurück.
Für Jack Miller sollte das MotoGP-Rennen auf Phillip Island eine besondere Abschiedsvorstellung werden. Gemeinsam mit Pramac hatte der Australier eine Speziallackierung für seinen letzten Heim-Grand-Prix vorbereitet. Doch statt damit ein letztes Mal vor seinen MotoGP-Fans um Punkte zu kämpfen, konnte er sie nur bei der
Die Absage des Australien-GP wegen eingeschränkter Sicht, die den Einsatz des Rettungshubschraubers beeinträchtigte, traf alle Beteiligten. Für Miller ging damit zusätzlich die Gelegenheit verloren, sich im Rennen von seinem heimischen Publikum zu verabschieden. Als die Fahrer nach ihrer gemeinsamen Runde auf der Start-Ziel-Geraden anhielten, wurde deutlich, wie viel ihm dieser Moment bedeutete.
Große Emotionen vor der Haupttribüne
Miller wirkte sichtlich bewegt, warf Stiefel und Knieschleifer in Richtung Tribüne und wandte sich mit emotionaler Stimme an die Zuschauer. «Was soll ich sagen? Es ist nicht schön», erklärte der Pramac-Yamaha-Pilot vor der Haupttribüne.
Seine Gedanken galten vor allem den Fans, die trotz der widrigen Bedingungen ausgeharrt hatten. Über Stunden hatten sie auf eine Verbesserung der Sicht und einen möglichen Rennstart gehofft. Am Ende blieb ihnen lediglich die Gelegenheit, die Fahrer bei der Abschiedsrunde noch einmal auf der Strecke zu sehen.
«Ihr habt heute wirklich etwas durchgemacht. Das tut mir leid. Wenigstens konnten wir noch einmal auf die Strecke fahren. Aber es ist schwer, die Situation zu akzeptieren», sagte Miller.
Millers Wunsch nach Regen erfüllte sich, aber...
Die Ironie des Wochenendes beschäftigte ihn ebenfalls. Während andere Fahrer angesichts der Wetterprognosen auf trockene Bedingungen gehofft hatten, hatte sich Miller Regen gewünscht. Nun war er da – doch ein Rennen war trotzdem nicht möglich.
«Ich wünschte mir das ganze Wochenende Regen. Jetzt kam der Regen, doch wir können keine Rennen bestreiten. Das ist wirklich hart. Ihr Fans habt etwas Besseres verdient», betonte der Australier.
Mit seinen letzten Worten bedankte er sich für die Unterstützung, auf die er bei seinem Heimspiel immer zählen konnte. «Ihr habt immer wieder den Weg auf euch genommen, im Stau gestanden und das beschissene Wetter mitgemacht. Ihr seid wirklich toll, danke!», rief Miller den Fans zu.
Ein Abschied für immer war dieser emotionale Auftritt allerdings nicht. Bereits Ende Februar wird Miller erneut auf Phillip Island antreten – dann als Yamaha-Werkspilot in der Superbike-WM. Aus dem MotoGP-Heimspiel wird eine neue sportliche Aufgabe auf einer vertrauten Strecke. Die Gelegenheit, vor australischem Publikum Rennen zu fahren, bekommt er damit bald zurück.
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