MotoGP-Streckenposten bricht Schweigen nach Bezzecchi-Eklat in Brünn
Nach dem MotoGP-Eklat von Brünn meldete sich erstmals der betroffene Streckenposten zu Wort. Er zeigte Verständnis für Marco Bezzecchi und freute sich über dessen persönliche Entschuldigung.
Nach der
Der Vorfall hatte am späten Samstagabend weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Nachdem Bezzecchi in Kurve 3 gestürzt war, eilte er zu seiner Aprilia, als ein Streckenposten beim Aufrichten des Motorrads versehentlich den Gasgriff betätigte. Der Italiener ohrfeigte daraufhin den Streckenposten und
Ein Video geht um die Welt
Für Ladislav war der Vorfall zunächst ein Schock. Innerhalb weniger Stunden rückte der Streckenposten unerwartet ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Millionen Menschen sahen die Szene in den sozialen Medien. «In diesem Moment war ich geschockt», erklärte der Tscheche. «Die ganze Welt sah dieses Video. Das war für mich eine komplett neue Erfahrung.»
Gleichzeitig machte der Streckenposten deutlich, dass er Bezzecchis Reaktion zumindest nachvollziehen kann. «Er stand unter großem Stress. Ich verstehe seine Situation. Er stürzte und ich machte meine Arbeit», schilderte Ladislav die Szene aus seiner Sicht. «Ich ging zum Motorrad und richtete es auf. Ich zog die Kupplung und erkannte, dass der Motor noch lief.»
Dabei kam es zu dem folgenschweren Missverständnis. «Der Motor drehte hoch und er dachte vermutlich, dass ich das absichtlich getan habe. Doch es war ein Versehen. Was danach passierte, konnte jeder sehen.»
Die persönliche Entschuldigung machte den Unterschied
Während die Szene in den sozialen Medien hitzig diskutiert wurde, suchte Bezzecchi am Sonntagmorgen persönlich das Gespräch mit dem betroffenen Streckenposten. Der WM-Leader entschuldigte sich direkt vor Ort, überreichte ein Paar seiner getragenen Handschuhe als Geschenk und zeigte sich dabei sichtlich bewegt.
Diese Geste hinterließ bei Ladislav Eindruck. «Ich sah seine Entschuldigung. Zudem kam er hierhin und entschuldigte sich persönlich bei mir», berichtete der Streckenposten. «Ich kann ihn verstehen und wünsche ihm alles Gute.»
Besonders die persönliche Begegnung bedeutete ihm viel. «Dass er sich persönlich bei mir entschuldigte, bedeutet mir sehr viel.» Damit scheint der Vorfall zumindest zwischen den beiden direkt Beteiligten aufgearbeitet zu sein.
Während die FIM mit der Sperre für den Grand Prix von Tschechien ein deutliches Zeichen setzte, fand Bezzecchi im Fahrerlager den direkten Weg zum betroffenen Streckenposten – und erhielt von diesem am Ende sogar Verständnis und Vergebung.
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