Mr. Top 5: Ai Ogura (Aprilia) drückte sich zwischen die Marquez-Brüder
Wie schon beim MotoGP-WM-Auftakt in Thailand überzeugte Trackhouse-Racing-Pilot Ai Ogura auch in Südamerika. Nach zwei fünften Plätzen in Goiania hat er jetzt Weltmeister Marc Marquez im Visier.
Seine Rookie-Saison 2025 hatte der Japaner Ai Ogura ebenfalls stark begonnen. Doch bereits beim zweiten Event des Vorjahres ließen die Ergebnisse nach. Nach einer schweren Saison inklusive Verletzungspause schloss Ogura die Kampagne nur auf Position 16 ab. 2026 steht nun unter völlig anderen Vorzeichen. Nach zwei MotoGP-Wochenenden erwies sich Ai Ogura als Meister der Konstanz.
Von Platz 6 aus losgefahren, ging es zunächst nach hinten, was den Racer aus Tokio gewaltig ärgerte: «Der Start ins Rennen war mein großer Schwachpunkt. Ich habe mich geärgert, gleich einige Positionen zu verlieren, und es hat sehr lange gedauert, bis ich mit dem Überholen anfangen konnte. Es ist auf dieser Strecke wirklich nicht leicht. Erst als die anderen teilweise kleine Fehler gemacht hatten, da konnte ich es ausnutzen.»
Nach Runde 1 nur Neunter arbeitete sich der Trackhouse-Pilot mühsam nach vorne. Das letzte Opfer hieß dann Alex Marquez. Erst in der letzten Runde ging es am Vizeweltmeister vorbei auf Platz 5. Damit hatte der Moto2-Weltmeister des Jahres 2024 das Sprint-Ergebnis egalisiert. Ogura: «Das Duell mit Alex war sehr hart. Zum Glück ist alles gut gegangen. Ihn zu überholen war eine große Aufgabe, aber am Ende bin ich froh, dass es geklappt hat.»
Trotz der erneut fehlerfreien Vorstellung auf der Kunden-Aprilia fiel das Fazit der Nummer 79 gemischt aus: «Sagen wir so, ich bin medium-happy. Für sich gesehen war es wieder ein gutes Rennen und ich müsste froh sein, wenn alle Rennwochenenden so laufen würden. Aber ich sehe auch, dass auf den Plätzen 1 und 2 die beiden Werks-Aprilia angekommen sind. Dagegen schaut mein Ergebnis dann blass aus.»
Immerhin ließ Ogura Teamkollege Raul Fernandez beim Comeback-GP in Brasilien klar hinter sich. Dazu trug er als dritter RS-GP-Pilot einen großen Anteil am beeindruckenden Markenerfolg bei. Und nicht zu vergessen: Ai Ogura kämpfte mit Alex Marquez keinen Geringeren als den Vize-Champion auf einer Werks-Ducati nieder. Auf den Dominator der WM 2025, Marc Marquez, verlor er über die Distanz von 23 Runden überschaubare vier Sekunden. Mit einer 1:18,868 min im schnellsten Umlauf war er beim Brasilien-GP ebenfalls fünfte Kraft.
Das Gesamtbild der WM kann sich sehen lassen. Nach vier Rennen fehlte auf Rang 6, Ogura liegend, nur ein Punkt auf Marc Marquez – und wichtig für die Rennfahrerpsyche – er zog damit auch am Teamkollegen vorbei.
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