Seltsam: McLaren-Zögling Leonardo Fornaroli testet überraschend für Haas
Der Italiener Leonardi Fornaroli (21) wurde 2024 Formel-3-Champion und 2025 Formel-2-Meister. Heute ist er Reservist von McLaren. Aber wieso sitzt er in Jerez auf einmal in einem Rennwagen von Haas?
Im Rahmen des Grossen Preises von Barcelona durfte der Italiener Leonardi Fornaroli den McLaren von Weltmeister Lando Norris fahren. Fornaroli zog sich im ersten freien Training hervorragend aus der Affäre – fünftbeste Zeit, eine knappe halbe Sekunde hinter GP-Sieger Oscar Piastri im anderen McLaren, aber die zwei Fahrer waren auf unterschiedlichen Programmen.
Der 21-jährige aus Piacenza sass davor schon mehrfach in Vorjahres-McLaren, in Austin, in Silverstone, in Barcelona, dies um die Ausbildung des Reservisten von Norris und Piastri zu vertiefen.
Und genau dies ist auch der Grund, wieso McLaren dem Italiener die Freigabe erteilt hat, um in Jerez de la Frontera für den Haas-Rennstall zu testen. Fornaroli wird zwei Tage lang für die Amerikaner ins Lenkrad greifen, dies mit einem 2025er Auto von Haas.
Seitens Haas wird zudem erwogen, Fornaroli einen von vier vorgeschriebenen Nachwuchsfahrer-Tests zu geben, im Rahmen eines GP-Wochenendes. Zur Erinnerung: Jeder F1-Stammfahrer muss bei zwei freien Trainings pro Saison sein Cockpit räumen, um der Jugend die Möglichkeit zum Fahren zu geben.
Viele Teams nutzten das im ersten Training von Barcelona: mit Fornaroli im McLaren, Paul Aron im Audi, Dino Beganovic im Ferrari, Ayumu Iwasa im Auto von Red Bull Racing, Frederik Vesti im Mercedes und Colton Herta im Cadillac.
Fornaroli, der 2024 F3-Champion wurde und 2025 mit dem Formel-2-Titel nachlegte, hat von McLaren-Teamchef Andrea Stella viel Lob erhalten: «Wir arbeiten nun sei ein paar Monaten mit Leo. Er scheint immer so schüchtern, aber im Umgang mit dem Team ist er ganz anders – offen und sehr aktiv. Er fragt die Ingenieure Löcher in den Bauch. Er geht mit seinem Notizbuch herum, er kritzelt ständig hinein. Und dann fällt ihm etwas ein, und das sagt er auch. Ich finde das einen hochinteressanten, überaus begabten jungen Mann.»
«Das freie Training hat er so absolviert, wie ich das erwartet hatte – hochprofessionell und sauschnell. Wenn ich daran denke, dass er mit der neuen Antriebseinheit keine Erfahrung hatte, so hat er das prima gemacht. Ich bin mit seiner Einstellung, seiner Konstanz und seinem Speed sehr zufrieden. Ich bin sicher, er hat in der Formel 1 eine schöne Zukunft.»
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