Trotz Podium in Misano: Aldi Mahendra (Yamaha) muss noch viel lernen
Im Regen auf Phillip Island holte Aldi Mahendra sein erstes Supersport-Podium, beim Meeting in Misano brillierte der Yamaha-Pilot erstmals im Trockenen. Der Lernprozess ist noch nicht abgeschlossen.
Mit 19 Jahren hat Aldi Mahendra bereits viel erreicht. 2023 beendete der Indonesier den Yamaha-R3-Cup als Vizemeister und überraschte bei einem Gaststart in der Supersport-WM 300 mit einem Sieg in Most. Als Stammfahrer gewann der Teenager ein Jahr später als erster Asiate einen Titel im Rahmen der seriennahen Weltmeisterschaft.
Der talentierte Mahendra wurde von Yamaha in die Supersport-WM befördert. In diesem Jahr fährt er als Teamkollege von Leader Albert Arenas im Team AS Racing von Andrea Quadranti. Als Zweiter im zweiten Lauf auf Phillip Island fing die Saison 2026 stark an. Es war ein Regenrennen, so wie eigentlich immer, wenn er ein ansprechendes Ergebnis einfahren konnte.
Beim Meeting in Misano am vergangenen Wochenende holte Mahendra jedoch im zweiten Lauf mit Platz 3 sein erstes Podest im Trockenen. «Das ist fantastisch für mich, gerade bei der Hitze wie im zweiten Lauf, was es noch schwieriger gemacht hatte», jubelte der Yamaha-Pilot. «Ich muss mich bei meinem Team bedanken, das mich immer anfeuert, und auch bei meinem Riding-Coach Jules Cluzel, der mich immer ans Limit bringt.»
Körperlich war die Hitze für Mahendra das geringste Problem – als Indonesier ist er hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit gewohnt. «Das schon, aber die Reifen bei solchen Bedingungen über die Distanz zu bringen, fällt mir immer noch schwer», gab der Südostasiate zu. «Alle vier bis fünf Runden habe ich mehr Druck gemacht, aber am Ende waren die Reifen hinüber. Und ich muss zugeben, meine Kondition war gegen Rennende auch nicht mehr die beste. Es war ein anstrengendes Rennen.»
Auch in seiner zweiten Supersport-Saison schwanken die Ergebnisse des 300er-Weltmeisters beträchtlich. Auf ein ansprechendes Finish folgt gerne nur ein 15. Platz. «Daran muss ich arbeiten. Zum Beispiel immer denselben Bremspunkt zu treffen oder den Kurvenspeed hochzuhalten, muss ich verbessern, und das über die volle Distanz. Für mich gibt es noch viel zu lernen.»
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