Lecuona zurück in die MotoGP? «Werde nie sagen, dass es unmöglich ist!»
Superbike-Ass Iker Lecuona (Ducati) will eine MotoGP-Rückkehr nicht ausschliessen – falls sich eine Möglichkeit ergeben würde. Was der Spanier als Kind von seinem Vater gelernt hat.
Am vergangenen Wochenende sorgte Superbike-Ass Nicolo Bulega zusammen mit seinem Aruba-Ducati-Teamkollegen Iker Lecuona in Misano für Furore. Die beiden erzielten drei Doppelsiege und stellten erneut unter Beweis, dass sie in der seriennahen Weltmeisterschaft in diesem Jahr das Maß aller Dinge sind.
Eine Woche zuvor hatte Lecuona auf dem Balaton Park Circuit einen Einsatz in der MotoGP-WM, wobei er eine beeindruckende Leistung zeigte. Im Grand Prix am Sonntag raste der Ersatzmann von Alex Marquez (Gresini Ducati) auf Rang 7.
Der 26-Jährige fuhr 2020 und 2021 zwei Jahre in der MotoGP – im Team KTM Tech3. Danach folgte der Wechsel in die Superbike-WM. Nach seinem starken Auftritt in der Königsklasse in Ungarn – könnte sich Lecuona vorstellen, irgendwann wieder in die MotoGP zu wechseln, wenn sich eine Gelegenheit ergeben würde? «Ich werde nie sagen, dass es unmöglich ist! Das habe ich schon als Kind gelernt», meinte der Spanier im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Als ich nämlich ein Kind war, habe ich oft zu meinem Vater gesagt, dass etwas unmöglich ist – beispielsweise bei den Trainings. Er sagte dann immer zu mir: ‘Nichts ist unmöglich!’ Nach einigen Versuchen habe ich es dann immer geschafft. Also habe ich schon als Kind das Wort ‘unmöglich’ aus meinem Wortschatz gestrichen.»
In dieser Saison wird es für Lecuona schwierig, den WM-Titel in der Superbike-WM zu holen, denn Teamkollege Bulega ist derzeit in einer bestechenden Form. Er gewann zuletzt 25 Superbike-Rennen in Folge und erzielte in dieser Saison sieben Hattricks. Lecuona holte 2026 an sieben Rennwochenenden 18 Mal Platz 2. In der Gesamtwertung liegt er 121 Punkte hinter Bulega zurück.
2027 wird Bulega in die MotoGP zu VR46 Racing wechseln. Spätestens dann ist Iker Lecuona der erste Anwärter auf den Superbike-WM-Titel. Nächstes Jahr ist dieser 27, womit er noch nicht zu alt wäre, um eine zweite Karriere in der Königsklasse der Motorrad-WM zu starten. «Ich lege derzeit keinen Fokus auf die MotoGP, und ich bin sehr happy in der Superbike-WM. Ich bin entspannt und habe ein unglaubliches Team mit einem sehr guten Motorrad an meiner Seite», betonte Lecuona. «Jetzt an die MotoGP zu denken, wäre ein Fehler. Ich möchte aber nicht behaupten, dass ich nicht dorthin gehen will, oder meine gesamte Karriere hierbleiben möchte. Wenn es eine Möglichkeit gibt, würde ich die positiven und negativen Aspekte gegeneinander abwägen. Dann würde ich mit meinem Manager, mit dem ich ein sehr gutes Verhältnis habe, entscheiden, ob ich in die MotoGP zurückgehe oder hierbleibe. Momentan denke ich nicht daran, aber sag niemals nie.»
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