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Offiziell: Nicolo Bulega kehrt zu VR46 zurück – diesmal als MotoGP-Pilot!

Nicolo Bulega steigt 2027 mit VR46 in die MotoGP auf. Für den Superbike-Star schließt sich damit ein Kreis: Seine Grand-Prix-Karriere begann einst bei Valentino Rossis Team.

MotoGP

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Was sich seit Monaten abgezeichnet hatte, ist nun offiziell: Nicolo Bulega wird 2027 MotoGP-Pilot. Das Pertamina-Enduro-VR46-Team bestätigte den 26-jährigen Italiener als Nachfolger von Franco Morbidelli, dessen MotoGP-Karriere nach der laufenden Saison endet.

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Die beiden Italiener tauschen praktisch ihre Plätze. Morbidelli wechselt 2027 in die Superbike-WM und übernimmt bei Aruba.it Ducati den Platz von Bulega. Dieser wiederum bleibt Ducati verbunden, tauscht die Panigale V4R aber gegen die MotoGP-Desmosedici.

Rückkehr: Bulega fährt wieder für Valentino Rossis Team

Für Bulega schließt sich damit ein bemerkenswerter Kreis. Der Italiener kehrt in ein Fahrerlager und zu einem Team zurück, das für seine Karriere eine entscheidende Rolle spielte. Schon als Nachwuchsfahrer gehörte er zur VR46 Riders Academy von Valentino Rossi.

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2015 gewann Bulega die Junioren-Weltmeisterschaft und empfahl sich damit für den Aufstieg in die Motorrad-WM. Seine Grand-Prix-Karriere begann 2016 mit dem VR46-Team in der Moto3.

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Die Rookie-Saison verlief vielversprechend. Bulega stand zweimal auf dem Podium, eroberte Pole-Positions und beendete die Weltmeisterschaft auf Rang 7. Der erwartete nächste Schritt blieb in den beiden folgenden Jahren allerdings aus.

2019 stieg Bulega mit VR46 in die Moto2 auf. Doch auch in der mittleren Grand-Prix-Klasse gelang ihm nicht der erhoffte Durchbruch. Nach zwei Jahren bei VR46 wechselte er für die Saison 2021 zu Gresini, doch auch dort blieb er ohne Podestplatz. Ende 2021 verließ Bulega schließlich das Grand-Prix-Fahrerlager. Der Traum von der MotoGP schien damit vorerst in weite Ferne gerückt.

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Mit Aruba-Ducati zurück auf die Erfolgsspur

Der Wechsel in den seriennahen Rennsport erwies sich als Wendepunkt seiner Karriere. 2022 trat Bulega mit Ducati in der Supersport-WM an. Bereits in seiner ersten Saison beendete er die Weltmeisterschaft auf Position 4.

Ein Jahr später dominierte er die Meisterschaft. Mit der Ducati Panigale V2 gewann Bulega 16 Rennen und sicherte sich überlegen den Supersport-WM-Titel. Seine Leistungen überzeugten Ducati, ihn für 2024 ins Superbike-Werksteam zu befördern.

Auch dort benötigte Bulega kaum Eingewöhnungszeit. Gleich bei seinem ersten Superbike-Rennen auf Phillip Island fuhr er zum Sieg. In seiner Rookie-Saison entwickelte er sich zum schärfsten Verfolger von Toprak Razgatlioglu und beendete die Weltmeisterschaft auf Rang 2.

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2025 folgte erneut der Vizeweltmeistertitel. Wieder musste sich Bulega im Titelkampf Razgatlioglu geschlagen geben, etablierte sich mit der Panigale V4R aber endgültig als einer der schnellsten Piloten der Superbike-WM. In der laufenden Saison hat Bulega nach dem Wechsel Razgatlioglus in die MotoGP die Rolle des großen Ducati-Hoffnungsträgers übernommen. Der WM-Titel ist nur noch Formsache.

Bulega kennt die MotoGP-Ducati bereits

Dass Ducati mit Bulega über die Superbike-WM hinaus plante, zeichnete sich schon länger ab. Der Hersteller aus Borgo Panigale band seinen Superbike-Star zunehmend in das MotoGP-Projekt ein.

Sein eigentliches MotoGP-Debüt gab Bulega bereits Ende 2025. Als Ersatz für den verletzten Marc Marquez bestritt er die letzten beiden Grand-Prix-Wochenenden der Saison für das Ducati-Werksteam und sammelte erste Rennerfahrung mit einem MotoGP-Prototypen.

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Noch wichtiger mit Blick auf 2027 ist seine Rolle bei der Entwicklung der neuen 850er-Ducati. Bulega war bereits mehrfach mit dem Prototypen unterwegs, der nach dem neuen MotoGP-Reglement entwickelt wird.

Dabei kommt ihm auch seine umfangreiche Erfahrung mit Pirelli zugute. Der italienische Reifenhersteller löst 2027 Michelin als MotoGP-Einheitsausrüster ab. Bulega kennt die Pirelli-Reifen aus seinen Jahren in der Supersport- und Superbike-WM wie kaum ein anderer zukünftiger MotoGP-Pilot.

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Zuletzt zeigte sich der 26-Jährige vom Entwicklungsstand der neuen Ducati angetan. Obwohl der 850-ccm-Prototyp weniger Leistung als die aktuelle 1000er besitzt, sei der Rückstand bei den Rundenzeiten bereits überraschend gering. Bulega bezeichnete die Ausgangslage als sehr gute Basis.

Sein Einstieg in die MotoGP erfolgt somit keineswegs unvorbereitet. Er kennt Ducati, die Arbeitsweise der Ingenieure, die Pirelli-Reifen und bereits das Motorrad, mit dem er 2027 seine erste komplette Saison in der Königsklasse bestreiten wird.

Rückkehr zu den eigenen Wurzeln

Besonders ist auch die Verbindung zu seinem neuen Team. Mit VR46 kehrt Bulega zu jener Mannschaft zurück, mit der er vor mehr als einem Jahrzehnt den Weg in Richtung Motorrad-WM eingeschlagen hatte. Damals galt er als eines der vielversprechendsten Talente aus Valentino Rossis Nachwuchsprogramm. Der direkte Weg von der Moto3 über die Moto2 in die MotoGP gelang jedoch nicht.

Stattdessen führte Bulegas Karriere über einen Umweg. Erst der Wechsel in die Supersport-WM brachte ihn zurück auf die Erfolgsspur. Über den WM-Titel in der seit 2022 für hubraumstärkere geöffnete ehemaligen 600er-Klasse und seine Erfolge in der Superbike-WM empfahl er sich schließlich doch noch für die Königsklasse.

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2027 kehrt Bulega nun zu VR46 zurück – allerdings unter völlig anderen Vorzeichen. Aus dem Nachwuchstalent, das sich in der Moto2 schwertat, ist ein erfolgreicher Ducati-Werkspilot geworden, der als einer der erfahrensten Pirelli-Piloten in die neue MotoGP-Ära startet.

Mehr als fünf Jahre nach seinem Abschied aus dem Grand-Prix-Fahrerlager erreicht Nicolo Bulega damit jenes Ziel, das ihm auf seinem ursprünglichen Karriereweg verwehrt geblieben war: einen Stammplatz in der MotoGP.

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