Großer Michelin-Test in Cremona: Welche Teams der Superbike-WM dabei sind
Nur zwei Wochen vor dem Superbike-Meeting mit Pirelli findet auf dem Cremona-Circuit ein großangelegter Michelin-Test statt. Die Liste der teilnehmenden Teams ist beinahe vollständig.
Seit 2004 fungiert Pirelli in der Superbike-WM als Reifenmonopolist, doch nur noch drei Rennwochenenden, dann endet diese Ära. Ab dem ersten Wintertest in Jerez am 22. und 23. Oktober rüstet Michelin alle Klassen der seriennahen Weltmeisterschaft aus. Die Superbike-Piloten hatten bereits mehrere Gelegenheiten, um einen Eindruck von den Michelin-Reifen zu gewinnen.
Mit dem nahenden Saisonende laufen die Vorbereitungen der Spezialisten aus Clermont-Ferrand auf Hochtouren. Und es wird einen weiteren Test geben, dieses Mal am Mittwoch dieser Woche auf dem Cremona Circuit. Die Superbike-Asse werden eine weit fortgeschrittene Version der zukünftigen Michelin-Reifen zur Verfügung gestellt bekommen.
Die Werksteams ROKiT BMW, Bimota, Aruba.it Ducati und Honda sind anwesend; nur Kawasaki und Yamaha fehlen. Dazu die Ducati-Kundenteams Barni Racing, Motocorsa, Go Eleven, Marc VDS und Advocates Racing. Aus der Supersport-WM nehmen Albert Arenas (Yamaha), Matteo Ferrari und Philipp Öttl (beide Ducati) am Test teil.
Während der Mittwoch im Zeichen von Michelin steht, wird der Donnerstag als Vorbereitung auf das Rennwochenende in Italien in zwei Wochen genutzt und entsprechend Pirelli-Reifen verwendet. Am Donnerstag ist auch Yamaha mit seinen beiden werksunterstützten Teams dabei.
Anders als Pirelli wird Michelin keine speziellen Reifen für das Qualifying anbieten. Der italienische Hersteller war über die Jahre zwar ebenfalls ein wenig von dieser Strategie abgerückt und bot mit dem SCQ-Reifen eine Option an, die für die Superpole und das Superpole-Race über 10 Runden verwendbar war. Michelin wird Rennreifen in verschiedenen Härtegraden anbieten.
Seit 2016 ist Michelin einziger Lieferant in der MotoGP, was ab 2027 wiederum Pirelli übernimmt. Das in der Prototypen-Serie gesammelte Know-how werden die Franzosen aber nur zum Teil in die Superbike-Reifen einfließen lassen.
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