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Drei WM-Titel, Ducatis erster MotoGP-Sieg und 328 Grand-Prix-Starts: Loris Capirossi wird am kommenden Wochenende in Misano offiziell zur «MotoGP Legend» ernannt.
Loris Capirossi wird eine besondere Ehre zuteil. Im Rahmen des kommenden MotoGP-Wochenendes in Misano wird der dreifache Weltmeister offiziell zur «MotoGP Legend» ernannt. Die Ehrung des inzwischen 53 Jahre alten Italieners findet am Samstag statt.
Mit der Aufnahme in den Kreis der MotoGP-Legenden würdigt die Motorrad-WM nicht nur Capirossis sportliche Erfolge, sondern auch seinen langjährigen Beitrag zum Grand-Prix-Sport. Der Italiener blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckte.
Bereits in seiner Rookie-Saison 1990 sorgte Capirossi für Aufsehen. Im Alter von nur 17 Jahren wurde er auf Anhieb 125-ccm-Weltmeister. Damals trat er für das Team Pileri mit einer Honda an und war Teamkollege von Ex-Weltmeister Fausto Gresini. Ein Jahr später verteidigte er seinen Titel erfolgreich, ehe er 1992 in die 250-ccm-Kategorie aufstieg.
Nach seinem Wechsel in die 500-ccm-Klasse gelang Capirossi 1996 der erste Sieg in der Königsklasse. Anschließend kehrte er noch einmal in die 250er-Kategorie zurück und sicherte sich 1998 seinen dritten WM-Titel. In Erinnerung blieb dabei vor allem das kontroverse Saisonfinale gegen seinen damaligen Aprilia-Teamkollegen Tetsuya Harada.
Zur Saison 2000 kehrte Capirossi dauerhaft in die Königsklasse zurück. Bereits in seinem ersten Jahr mit Pons-Honda gewann er ein Rennen und beendete die 500-ccm-WM hinter Kenny Roberts Junior und Valentino Rossi auf Position 3.
Eine besondere Rolle spielte Capirossi anschließend in der MotoGP-Geschichte von Ducati. Nachdem er sich 2002 noch mit einem Zweitakter gegen die immer stärker werdenden Viertakt-Maschinen behaupten musste, verpflichtete ihn Ducati für sein neues MotoGP-Projekt.
Bereits in der Debütsaison 2003 gelang der große Durchbruch. Beim Grand Prix von Katalonien in Barcelona bescherte Capirossi der Desmosedici den ersten MotoGP-Sieg ihrer Geschichte. Damit war der Italiener entscheidend am Aufbau des später so erfolgreichen Ducati-Projekts beteiligt.
In der MotoGP-Saison 2006 mischte Capirossi erneut im Kampf um den WM-Titel mit und beendete die Saison auf dem dritten Gesamtrang. Seinen siebten und letzten MotoGP-Sieg für Ducati feierte er 2007 in Motegi – ausgerechnet an jenem Wochenende, an dem Teamkollege Casey Stoner den ersten MotoGP-WM-Titel für den Hersteller aus Borgo Panigale sicherstellte.
Nach seinem Wechsel zu Suzuki für die Saison 2008 gelang Capirossi in Brünn sein letzter Podestplatz. 2011 kehrte er mit Pramac noch einmal auf eine Ducati zurück und bestritt seine letzte Saison.
Besonders emotional verlief sein 328. und letzter Grand Prix in Valencia. Statt seiner traditionellen Startnummer 65 fuhr Capirossi mit der Nummer 58. Damit erinnerte er an seinen Landsmann Marco Simoncelli, der beim vorherigen Grand Prix in Sepang tödlich verunglückt war.
Mit dem Ende seiner aktiven Laufbahn verabschiedete sich Capirossi jedoch nicht aus dem MotoGP-Fahrerlager. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der dreifache Weltmeister als Safety Advisor für die Motorrad-WM tätig und bringt dabei seine jahrzehntelange Erfahrung in Fragen rund um die Sicherheit ein.
Nun wird Capirossis Lebenswerk vor heimischer Kulisse gewürdigt. Beim San-Marino-GP in Misano reiht sich der 53-Jährige in die Liste italienischer MotoGP-Legenden ein, zu denen unter anderem Giacomo Agostini, Valentino Rossi, Max Biaggi, Andrea Dovizioso und Marco Simoncelli gehören.
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