WM-Leader Jorge Martin trotz Problemen und Rang 5: «Besser als erwartet!»
Aragon zählt zu Jorge Martins Problemstrecken. Das bestätigte sich am Samstag, als der Aprilia-Pilot im Sprintrennen mit den WM-Konkurrenten Marc Marquez und Marco Bezzecchi nicht mithalten konnte.
Der Gesamtführende der WM-Wertung verlor Punkte auf seine schärfsten Verfolger und schleppte auf die Podiumsplätze einen deutlichen Rückstand mit sich herum. Doch was der Großteil des Fahrerfeldes anstelle von Jorge Martins als Enttäuschung verstehen würde, überrascht den Aprilia-Pilot selbst nicht. Im Gegenteil: «Rang Fünf im Sprintrennen ist ein besseres Ergebnis, als ich erwartet hätte!» Schließlich sei es ein «bislang schwieriges Wochenende»: Platz 5 in der Startaufstellung und bei der Zieldurchfahrt des Sprintrennens waren am Samstag die bisher besten Platzierungen des diesjährigen Events in Aragon für den 28-Jährigen.
Schon am Freitag hatte der Spanier im Anschluss an das Zeitfahren berichtet, dass ihm sein Fahrstil in Verbindung mit den zur Verfügung stehenden Reifen auf der spanischen Strecke Probleme bereitet. Probleme, die sich auch am Samstag fortsetzten: «Es fühlt sich an, als würde ich nur herumrutschen. Das Fahren auf dem Motorrad macht mir hier keinen Spaß. Doch damit muss ich umgehen.» Er habe sich noch nicht an die Bedingungen auf der Strecke angepasst, so der MotoGP-Weltmeister von 2024. Hoffnung macht dem Mann mit der Nummer 89 der Ausblick auf den Grand Prix am Sonntag.
Über die längere Distanz des Grand Prix erwartet er weniger Nachteil. Überholmanöver seien jedoch schwierig, allerdings nicht nur aufgrund der äußeren Bedingungen: «Auf diesem Kurs einen Gegner zu passieren ist schwierig. Mit unseren aktuellen Motorrädern und den aerodynamischen Voraussetzungen, die sie mitbringen, gibt es zwar Möglichkeiten, aber wenn man nur wenig schneller als der Vordermann ist, muss man für einen Platzgewinn große Risiken eingehen.»
Risiken, für die Martin Vertrauen in sein Arbeitsgerät brauche, dies sei jedoch kein Problem. Der Madrilene sieht sich ähnlich gut aufgestellt wie beim vorherigen Rennwochenende in Silverstone. Die Ausbeute auf der englischen Piste: Der Sieg im Sprintrennen und der zweite Platz im Großen Preis. «Ich muss mich selbst verbessern, wenn die Haftung der Reifen nachlässt, aber unser Motorrad funktioniert super. Wir habengegenüber England nichts verändert und sind mit denselben Einstellungen auch hier auf Augenhöhe mit unseren Konkurrenten.»
Trotz des fünften Platzes im Sprintrennen führt Jorge Martin die WM-Wertung vor dem Grand Prix am Sonntag in Aragon mit 29 Punkten Vorsprung auf Teamkollege Bezzecchi an. Sprintsieger Marc Marquez folgt mit weiteren vier Zählern Rückstand.
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