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Pit Beirer stellt klar: Weiter mit vier KTM RC16!

Nach finanzieller Absicherung an der Unternehmensbasis in Österreich laufen auch die Rennmotoren bei KTM weiter. KTM-Sportdirektor Pit Beirer räumt im Gespräch mit SPEEDWEEK.com auch mit Gerüchten auf.

MotoGP

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Der britische Grand Prix wartet nicht nur mit MotoGP-typischer Action auf der Rundstrecke auf. Auch durchs Fahrerlager werden spannungsgeladene Themen getrieben. Neben der Causa Jorge Martin und der angespannten Beziehung zwischen dem Weltmeister und Arbeitgeber Aprilia war auch die Zukunftsperspektive von KTM im MotoGP-Fahrerlager weiter ein Thema.

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Durch die über einen längeren Zeitraum vage Situation rund um die Rennsport-Marke aus Oberösterreich wurden rund um KTM sowohl Ausstiegsszenarien als auch eine Verkleinerung des MotoGP-Auftritts besprochen. In Silverstone war zu hören, dass Hersteller wie Honda intern überprüft hatten, ob eine Erhöhung der eigenen Kapazitäten für 2026 möglich wäre. Sprich: Sollte KTM Racing von vier auf zwei Motorräder reduzieren und damit die jetzige Tech3-Struktur ohne Prototypen dastehen, könnte dann ein Hersteller wie Honda von vier auf sechs Bikes setzen, um die Gesamtanzahl von elf Teams und 22 Piloten stabil zu halten.

Honda-Teammanager Alberto Puig in Silverstone gegenüber Motogp.com: "Es wurde darüber gesprochen, mehr aber nicht. Fakt ist: Honda war in der Vergangenheit bereits in der Situation, mehr als vier Motorräder im Fahrerlager zu haben, und eine Überprüfung, die Kapazitäten wieder zu erhöhen, war im Gespräch."

Großer Haken dieser Annahme: Die Kräfteverhältnisse innerhalb der MotoGP würden damit weiter aus dem Lot geraten. Bereits heute genießt Ducati das Privileg, mit drei Teams aktiv zu sein. Käme Honda ebenfalls auf sechs Bikes, KTM auf zwei und die anderen Marken blieben bei vier Rennern, würde diese Aufteilung dem sportlichen Wert eher schaden als helfen.

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Doch als sicher gilt: Zu einer Umverteilung wird es erst einmal nicht kommen. Nach der finanziellen Absicherung des Konzerns will auch KTM Racing alle für die Unternehmung relevanten Sportaktivitäten aufrechterhalten.

In Silverstone traf sich SPEEDWEEK.com mit dem KTM-Rennsportchef. Pit Beirer: "Wir planen mit größtmöglicher Stabilität. Generell gilt, dass wir uns nicht aus Klassen oder Meisterschaften zurückziehen wollen. Wir haben in den letzten Monaten genug gelitten und wollen nun mit der Mannschaft, die mit uns durchgehalten hat, weitermachen."

Gestärkt wird die Aussage des Rennsportchefs vom CEO des Konzerns. Gottfried Neumeister, der als neuer Hauptverantwortlicher zuletzt alle Energien in die Rettung und Stabilisierung der Unternehmensgruppe stecken musste, stärkte unmittelbar nach der Offenlegung der finanziellen Lage auch der Motorsportstruktur den Rücken.

"Motorsport ist der Kern der Marke KTM. Das ist unsere DNA. Motorsport und Innovationen gehören für uns untrennbar zusammen. Weil neue Entwicklungen aus dem Motorsport unsere Serienfahrzeuge verbessern. Das heißt: Es gibt ein ganz klares Commitment zum Motorsport. Ich habe Gott sei Dank alle davon überzeugen können, dass man daran festhält und dass das ein ganz wichtiger Baustein ist", so Neumeister gegenüber Tagesmedien in Österreich.

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Sportchef Pit Beirer zum Grundsatzthema, wie viele Teams und Hersteller in der MotoGP organisiert sind: "Für KTM gilt: Es gibt nichts zu rütteln an einem Engagement mit vier Motorrädern, sprich einem Werksteam und einem Kundenteam. Was nicht heißt, dass alle Kosten für zwei Teams bei dem Hersteller liegen. Keine Debatte gibt es beim Investment. Die Entwicklung der Technik liegt beim Werk, aber auf der Kostenseite des eigentlichen Teams kann nicht alles von den Herstellern gestemmt werden."

Beirer unterstreicht das auch im Bild auf die gesamte Meisterschaft: "Die MotoGP ist am besten ausbalanciert, wenn jeder Hersteller ein Satellitenteam hat – und das ist auch die Sichtweise der Dorna, es gibt kein Interesse, dass ein Hersteller mit nur zwei Bikes am Start ist. Zwei Teams pro Hersteller, das ist die beste Version im Sinne des Leistungsvergleichs. In der perfekten Welt bei heute fünf Herstellern wären vier Bikes pro Marke die beste Wahl."

Dabei unterstreicht der ehemalige Motocross-Profi: "Was nicht heißt, dass Ducati heute von den anderen Herstellern bedrängt wird, von sechs auf vier Bikes zu reduzieren. Ducati hat sich durch einen guten Job drei starke Teams erarbeitet, so ist es nun mal. Niemand in der Runde drängt auf eine Reduzierung von sechs auf vier bei Ducati – aber erst recht sind sich alle einig, dass niemand mit nur zwei Bikes fährt."

Mit weiterem Blick nach vorne sagte der deutsche Rennsportchef: "Sollte in der Zukunft ein weiterer starker Hersteller in die MotoGP einsteigen wollen, dann wäre ein Szenario denkbar, für ein oder zwei Jahre mit nur zwei Bikes anzutreten und dann auf ein Kundenteam zu erweitern. Dann würden wir von sechs Marken und 24 Bikes reden. Das gab es bereits in der MotoGP und wäre darstellbar."

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