Frührentner Pol Espargaro (KTM) nach Platz 9: «Es war unglaublich!»
Der spanische Red-Bull-KTM-Testfahrer Pol Espargaro sorgte mit Platz 9 am Freitagnachmittag in Misano für eine fette Sensation und erntete aus der MotoGP-Gemeinde großen Applaus.
Pol Espargaro preschte im Zeittraining der MotoGP am Freitagnachmittag in Misano Adriatico sensationell auf Platz 9 und stellte somit die direkte Qualifikation für das Q2 am Samstag sicher. Der mittlerweile 35-jährige KTM-Testfahrer verlor auf die Bestzeit von Aprilia-Hausherr Marco Bezzecchi nur 0,530 Sekunden – und er war schneller als seine Markenkollegen Enea Bastianini (11.) und Brad Binder (15.).
Als der Wahl-Andorraner nach der vollbrachten Großtat die Box ansteuerte, wurde er davor bereits von einem strahlenden Renn-Boss Pit Beirer und der Crew empfangen – schnell waren dann auch eine seiner Töchter sowie Gattin Carlotta zur Stelle und herzten den jüngeren der Espargaro-Brüder. «Ich kann nicht erklären, warum und wie das passiert ist», stellte Pol zunächst mit einem Lachen fest.
Pol Espargaro: «Oh mein Gott, rettet mich!»
Espargaro sagte auch: «Es war schon verrückt. Als ich die erste 1:30,8er-Zeit fuhr, dachte ich, das geht hier einfach nicht mehr schneller. Ich habe dann auch zu meinem Crew-Chief Manuel gesagt, da geht nicht mehr. Es war verrückt – es fühlte sich so gefährlich an, ich war in Sturzgefahr. Dann ging ich wieder mit Pedro auf die Piste und plötzlich war dann auch noch Marc direkt vor Pedro. Ich dachte mir nur: Hinter Marc und Pedro – oh mein Gott, rettet mich! Es war dann ein tolles Erlebnis, einfach ein gutes Gefühl. Wenn man hinter der Gegenwart und der Zukunft der MotoGP-WM fährt, ist es ein unglaubliches Gefühl. Als ein Fan der MotoGP war es ein wirklich krankes Gefühl – es war so unglaublich!»
Aber wie war so eine Zeit möglich für einen MotoGP-Frührentner? Espargaro: «Pedro bremst sehr spät, er fährt die Linien aber derart sauber. Man muss es also nur kopieren – wenn man jemanden vor sich hat, der Fehler macht, dann ist eine gute Runde nicht möglich. In Aragon war ich hinter Fabio Quartararo. Bei ihm wusste ich, dass er die Linien sehr sauber fährt, nichts Verrücktes macht, sauber ans Gas geht und die Radien gut durchzieht. Und hier konnte ich es dann auch hinter Pedro schaffen.»
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