Luca Marini (7.) glücklich und verblüfft: «Ich habe nichts anders gemacht!»
Luca Marini schaffte im MotoGP-Zeittraining in Misano den direkten Einzug ins Q2. Er war happy, die Honda habe von Beginn an gut funktioniert. Wo die RC213V Vorteile hat gegenüber der Konkurrenz.
Auch für Honda-Pilot Luca Marini ist der Große Preis von San Marino sehr wichtig. Vor seinen heimischen Fans will der Italiener mit der RC213V noch einmal eine gute Leistung zeigen. 2027 wird er dann mit der KTM seine Runden drehen auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli.
Den Grundstein für ein gutes Rennwochenende legte Marini im MotoGP-Zeittraining am Freitag. Mit seiner Bestzeit von 1:30,640 min schaffte er zum ersten Mal seit dem US-GP im März den direkten Einzug ins Q2. «Es war ein positiver Freitag. Von Beginn an hat das Bike hier funktioniert. Diese Strecke bietet einen unglaublichen Grip am Hinterrad. Ich habe nichts anders gemacht, und wir sind hier näher dran an den Top-Jungs. Wir können dieses Wochenende genießen», freute sich der Halbbruder von Valentino Rossi. «Ich denke, dass wir im Qualifying am Samstagvormittag einen weiteren kleinen Schritt machen können. Die Pole-Zeit wird mit Sicherheit im Bereich 1:29 min liegen, also müssen wir etwa bei 1:30 niedrig landen, um eine gute Startposition zu haben. Wenn wir weit vorne starten können, ist ein gutes Ergebnis möglich. Auf dieser Strecke ist es sehr schwierig, zu überholen. Mit den harten Bremszonen und dem schnellen dritten Sektor, wo man hinter einem anderen Fahrer viele Turbulenzen abbekommt, ist es mit unserem Motorrad etwas schwierig.»
Marini: «Für manche Hersteller kann der Grip zu hoch sein, für uns ist es perfekt»
Wegen des griffigen Asphalts haben die Fahrer in Misano sehr viel Grip am Hinterrad. Zu viel davon kann zum Problem werden, denn dann schiebt das Heck des Motorrads in den Kurven über das Vorderrad. «Für manche Hersteller kann der Grip zu hoch sein, für uns ist es perfekt», ist sich Marini sicher. «Somit haben wir mit dem Hinterreifen am Kurveneingang ein sehr gutes Vertrauen. Das Motorrad lässt sich besser einlenken als gewohnt. Auch am Kurvenausgang ist es für uns nicht so schlecht. Auf einer Runde wäre aber noch ein wenig mehr Grip gut – damit wir auf einer schnellen Runde mehr den Hinterreifen einsetzen können.»
Im FP1 am Vormittag sei die Temperatur für den Hinterreifen perfekt gewesen, für den Vorderreifen allerdings nicht. «Ich denke, dass hinten jeder ein sehr gutes Gefühl hatte, aber nicht so ein fantastisches für die Front. Deshalb war es gut, im FP1 nichts Verrücktes zu riskieren», erklärte Marini. «Deshalb waren auch die Rundenzeiten in dieser Session nicht so schnell.»
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