Solberg führt, Katsuta raus: Turbulenter Start bei Rallye-WM-Lauf in Chile
Nach drei Prüfungen übernimmt Oliver Solberg in Chile die Führung von Toyota-Teamkollege Elfyn Evans. Während an der Spitze Sekunden entscheiden, ist Takamoto Katsuta nach einem Abflug bereits raus.
Was für ein turbulenter Auftakt in Chile: Der vorausgesagte Nachtregen zog sich bis in den Vormittag hinein. Nebeldunst und zahlreiche große Pfützen machten die ohnehin anspruchsvollen Prüfungen in Chile zusätzlich tückisch. Entsprechend eng ging es an der Spitze zu – und die Führung wechselte bereits mehrfach.
Solberg erwischte den besten Start. In der Auftaktprüfung setzte sich der Schwede mit 1,4 Sekunden Vorsprung auf Evans sowie die beiden Hyundai-Piloten an die Spitze. WM-Spitzenreiter Evans schlug auf der zweiten Wertungsprüfung zurück: Der Toyota-Fahrer nahm Solberg 1,8 Sekunden ab und übernahm seinerseits mit 0,4 Sekunden Vorsprung die Führung.
Doch schon auf der dritten Prüfung drehte sich das Bild erneut. Thierry Neuville fuhr die Bestzeit, während Solberg ebenfalls schneller als Evans war. Der Waliser büßte 2,7 Sekunden auf seinen Teamkollegen ein und musste die Führung wieder abgeben. Nach drei Prüfungen liegt Solberg nun 3,6 Sekunden vor Evans.
Fourmaux musste auf der zweiten Prüfung mit einem technischen Problem kämpfen, konnte seine Position in der Spitzengruppe aber behaupten. Der Franzose liegt weiterhin auf Rang drei, direkt vor seinem Hyundai-Teamkollegen Neuville.
Sebastien Ogier komplettiert als Fünfter die Spitzengruppe. Der Toyota-Routinier bleibt in Schlagdistanz zu den beiden Hyundai-Piloten. Nur knapp dahinter folgt sein Teamkollege Sam Pajari.
Schon etwas weiter zurück liegen die beiden M-Sport-Ford-Piloten Josh McErlean und Jon Armstrong auf den Positionen sieben und acht.
Für Takamoto Katsuta war der Vormittag dagegen früh beendet. Der Toyota-Pilot, der beim Shakedown noch die Bestzeit gefahren war und in dieser Saison bereits zwei Siege gefeiert hat, kam auf der ersten Wertungsprüfung Turguia nach knapp sechs Kilometern von der Strecke ab und prallte gegen eine Böschung.
Die Front seines Yaris wurde dabei stark beschädigt. Für Katsuta bedeutete der Unfall das Aus für den ersten Wertungstag.
Der Japaner war in Chile erstmals mit seinem neuen Beifahrer James Fulton unterwegs. Stammnavigator Aaron Johnston fehlt, nachdem er sich beim schweren Unfall Katsutas in Paraguay das Schlüsselbein gebrochen hatte.
In der WRC2-Wertung führt Lancia-Werkspilot Nikolay Gryazin vor Tabellenführer Robert Virves (Skoda).
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