Toto Wolff (Mercedes) zu Antonelli/Russell: «Das will ich nicht mehr sehen»
WM-Leader Kimi Antonelli hat den ersten Trainingstag auf dem neuen Madring standesgemäss abgeschlossen: als Leader. Mercedes-Teamchef Toto Wolff schätzt die Lage in Madrid ein.
Mercedes und Madring, das passt: Bestzeit von George Russell auf dem neuen Madring, Bestzeit von Kimi Antonelli im zweiten Training.
Gewiss, Ferrari ist nicht weit von der Spitze weg. Ich gebe allerdings zu bedenken – die Italiener sind am Freitag oft konkurrenzfähig, nur um dann am Samstag von Mercedes gnadenlos abgehängt zu werden, wenn die Stern-Fahrer den Motor aufdrehen.
Mercedes-Weltmeistermacher Toto Wolff fasst das Geschehen am ersten Formel-1-Trainingstag auf dem neuen Madring so zusammen: «Am Anfang war es nicht einfach, weil die Strecke – obschon sie ja ganz neu ist – so viel Haftung aufbaut. Wir hatten dann das Problem, dass wir den mittelharten Reifen nicht auf Temperatur bekommen. Es dauerte jeweils eine Runde, dann wurde das besser. Dann aber stellen wird krassen Reifenabbau fest, weil die Bahn wie gesagt so wie Grip aufbaut. Das hat uns schon überrascht.»
Der 54-jährige Wiener leistet sich einen Scherz: «Als wir gesehen haben nach dem ersten Training, wie krass die Reifen abbauen, sagte unser Strategie-Chef – wir machen hier im Rennen sechs Stopps. Wir stellten acht Zehntelsekunden Abbau pro Runde fest, das haben wir mit den Reifen noch nie erlebt.»
«Aber ich bin überzeugt, das wird noch viel besser werden, und am Ende werden wir hier im Grand Prix wohl einen Stopp machen.»
Toto Wolff spricht auch nochmals über die heissen Szenen seiner zwei GP-Sieger Antonelli und Russell in Monza, wo Kimi sogar in den Kies rodelte. Der Österreicher sagt: «Wir haben da den Finger voll in die Wunde gelegt, denn in solchen Situationen ist zwischen Hero und Zero ein schmaler Grat. Wenn die sich dort in der ersten Kurve ins Auto fahren, dann stehen wir wie die Idioten da.»
«Ich habe unseren beiden Fahrern gesagt, dass ich so etwas nicht sehen möchte. Ich will sie nicht gegeneinander auf der letzten Rille bremsen und überholen sehen. Racing ist okay, aber nicht so fahren als wären wir in der letzten Runde des WM-Finales. Wir wollen keine WM-Punkte liegenlassen.»
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