Quartararo zu 2027: «Nur weil ich wechsle, wird nicht alles perfekt sein!»
Fabio Quartararo beendete das MotoGP-Hauptrennen auf dem Sachsenring auf Platz 7. Er erzählte danach, wie er für den Rest der Saison die Motivation aufrechterhält und wie er sich auf 2027 vorbereitet.
Nach Platz 9 im MotoGP-Sprint auf dem Sachsenring am Samstag wollte es Fabio Quartararo im Grand Prix am Sonntag besser machen. Der Yamaha-Pilot hatte sich im Qualifying mit Startplatz 6 in eine gute Ausgansposition gebracht. Mit einem veränderten Setup an seiner M1 war er recht zuversichtlich für das Rennen über 30 Runden.
Quartararo erwischte einen guten Start. Trotz Wheelie konnte er Position 6 halten. In der ersten Runde duellierte er sich zunächst mit WM-Leader Jorge Martin (Aprilia). Dann wurde er vor dem «Wasserfall» von Martin, Pecco Bagnaia (Ducati) und Pedro Acosta (KTM) überholt. Quartararo war dann nur noch Neunter. «Es war ein Duell mit Martin. Ich bin in der ersten Runde in Kurve 3 fast gestürzt. In der fünften Kurve kam es zu einer Berührung mit Jorge. Dann war er in der nächsten Kurve etwas optimistisch, aber ich beschwere mich nicht – es ist Racing. Aus Kurve 7 bin ich dann wegen des wenigen Grips, den wir zur Verfügung haben, sehr schlecht herausgekommen. Dort haben mich Jorge, Pecco und Acosta überholt. Dann blieb ich das gesamte Rennen auf derselben Position.»
Nach dem Sturz von Fabio Di Giannantonio (Ducati) rückte er auf Position 8 vor. Am Ende der neunten Runde erwischte es dann mit Alex Marquez einen weiteren Ducati-Piloten – Quartararo war dann Siebter. Danach fuhr der Franzose das Rennen unauffällig zu Ende – er rollte mit 17 Sekunden Rückstand auf Platz 7 über die Ziellinie.
Platz 7 ist ein gutes Ergebnis. Ist er happy damit? «Ja, es ist ein sehr gutes Resultat, Mein Ziel war eigentlich Platz 9, weil ich dieselbe Pace wie am Samstag hatte. Weil Alex und Diggia stürzten, habe ich das Rennen auf Rang 7 beendet», ist Quartararo zufrieden.
Die MotoGP befindet sich nun in der Sommerpause. Vom 7. bis 9. August findet der britische Grand Prix in Silverstone statt. Gibt es wertvolle Erkenntnisse vom Sachsenring-Wochenende, die er nach England mitnehmen kann? «Die Sache ist, dass ich nichts nach Silverstone mitnehmen kann. Denn dies war das Bike, mit dem ich in Le Mans gefahren bin», gab Quartararo zu verstehen. «Es ist aber interessant zu sehen, dass ich die besten Ergebnisse in diesem Jahr mit diesem Motorrad und diesem Setup eingefahren habe. Ich denke, dass wir nicht vielmehr Dinge finden müssen. Es geht mehr darum, mit diesem Paket Anpassungen vorzunehmen.»
Wie Quartararo seine Motivation behält
Nächstes Jahr wird der Weltmeister von 2021 im Werksteam von Honda fahren. Wie sieht sein Plan für den Rest der Saison aus? Ob er in den Rennen Neunter oder Siebter wird, hat keinen Einfluss mehr auf seine weitere Zukunft. «Das spielt für mich keine Rolle, aber ich werde lieber Siebter als 15. Das ist mein Weg, um bis zum Ende motiviert zu bleiben», so Quartararo. «Es wird sich zwar für mich nichts ändern, aber ich will für nächstes Jahr bereit ein. Es wird nicht so sein, dass nur weil ich wechsle, alles perfekt sein wird. Mit Sicherheit werde ich in meinem nächsten Kapitel einige Schwierigkeiten haben. Ich will mich deshalb selbst bis ans Limit pushen, um als Fahrer weiter dazuzulernen.»
Apropos Silverstone: Letztes Jahr erzielte Fabio Quartararo dort die Pole-Position. Dann fiel er im Grand Prix in Führung liegend wegen eines technischen Defekts an seiner Yamaha aus. Der 27-Jährige war am Boden zerstört. «Dieses Jahr haben wir nicht das Potenzial, um so weit vorne zu kämpfen», meinte Quartararo abschließend.
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