Fünfter Rekord in Folge: MotoGP Sachsenring knackt erstmals 260.000 Fans!
261.831 Zuschauer sorgten beim Deutschland-GP für einen Zuschauerrekord. Die Verantwortlichen von ADAC und Politik sehen den Sachsenring als unverzichtbaren Bestandteil des MotoGP-Kalenders.
Der MotoGP-Boom auf dem Sachsenring hält unvermindert an. Mit insgesamt 261.831 Zuschauern stellte der Motorrad-Grand-Prix 2026 einen Besucherrekord auf und knackte erstmals die Marke von 260.000 Fans. Gleichzeitig war es der fünfte Zuschauerrekord in Folge für den deutschen WM-Lauf, dessen Zukunft über das aktuelle Vertragsende 2031 hinaus langfristig gesichert werden soll.
Der neue Höchstwert verteilt sich auf 70.754 Besucher am Donnerstag/Freitag, 92.654 Zuschauer am Samstag sowie 98.423 Fans am Renntag. Vor allem die Tribünen waren am Samstag und Sonntag restlos ausverkauft. Begünstigt wurde das Rekordwochenende durch sommerliches Wetter, hochklassigen Rennsport und eine friedliche Atmosphäre rund um den Traditionskurs bei Hohenstein-Ernstthal.
Friedliche und leidenschaftliche MotoGP-Party in Sachsen
«Die Begeisterung für den Motorrad Grand Prix hat an diesem Wochenende ein neues Niveau erreicht. 261.831 Besucher haben ein friedliches Motorsport-Festival gefeiert», erklärte ADAC-Sportpräsident Dr. Gerd Ennser. Besonders stolz zeigte er sich auf die Fankultur, die seit diesem Jahr als sächsisches Kulturgut anerkannt ist. «Die Besucher haben mit diesem friedlichen Motorsport-Volksfest eindrucksvoll bewiesen, was diese Kultur bedeutet.»
Auch abseits der Rekordzahlen unterstrich Ennser die Bedeutung des Deutschland-GP. «Wir freuen uns jedes Jahr, hier zu sein. Es herrscht eine tolle Atmosphäre am Sachsenring», betonte er. Der Sachsenring sei inzwischen die zweitgrößte Einzelsportveranstaltung Deutschlands.
«Selbst Wimbledon hat weniger Zuschauer. Nur die 24 Stunden am Nürburgring haben mehr Zuschauer.» Für Ennser steht fest: «Sachsen und die Region können unglaublich stolz sein. Was hier in Sachen Atmosphäre passiert, ist einmalig für Deutschland, vielleicht sogar für ganz Europa.» Einen wesentlichen Anteil daran habe auch der Freistaat Sachsen. «Vom Land Sachsen erhalten wir eine herausragende Unterstützung.»
Liberty Media will keinen anderen Austragungsort
ADAC-Motorsportchef Thomas Voss sieht den Sachsenring als festen Bestandteil des MotoGP-Kalenders. «Wenn man mit den Verantwortlichen der Dorna oder von Liberty Media spricht, dann spürt man, dass sie nicht nur einen Grand Prix in Deutschland wollen. Sie wollen, dass dieser Grand Prix auf dem Sachsenring stattfindet. Die Menschen identifizieren sich mit diesem Rennen», erklärte Voss.
Klar ist aber auch, dass die Durchführung des Rennens deutlich anspruchsvoller ist als auf permanenten Rennstrecken. «In Sachen Infrastruktur und Aufbau haben wir viele Aufgaben. Doch diese werden von allen mit vollem Eifer erledigt. Nur so kann so eine erfolgreiche Veranstaltung entstehen und sich über die Jahre halten.»
Trotz steigender Kosten wollen die Organisatoren den Grand Prix weiterhin für ein breites Publikum erschwinglich halten. «Uns ist bewusst, dass die Veranstaltung preisintensiv ist. Wir wollen dafür sorgen, dass das Event zugänglich bleibt. Das fängt bei den Eintrittspreisen an und geht bei den Preisen an den Catering-Ständen weiter. Das haben wir toll im Griff, weil wir viele Jahre Erfahrung haben. Das gilt es weiterzuentwickeln und über 2031 hinaus zu sichern», kündigte Voss an.
Michael Kretschmer: «Motorsport ist bei uns herzlich willkommen!»
Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der Grand-Prix-Sieger Marc Marquez am Sonntagnachmittag den Siegerpokal überreichte, hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor. «Dieser Besucherrekord zeigt, wie sehr der Motorsport hier verwurzelt ist. Die Menschen haben Motoröl und Benzin im Blut – sie lieben das», sagte der CDU-Politiker.
Gleichzeitig würdigte er die Zusammenarbeit mit dem ADAC: «Es ist alles andere als selbstverständlich. Es ist hart erarbeitet vom ADAC, der ein super Partner ist. Natürlich hatten wir auch schwierige Diskussionen, doch diese waren immer fair und schlussendlich auch erfolgreich.»
Für die Landesregierung sei der Motorrad-Grand-Prix weit mehr als ein Motorsportevent. «Wir sehen in dieser Veranstaltung einen Beitrag zum Spitzensport in Deutschland. Zudem sehen wir die Veranstaltung als großen Wirtschaftsfaktor für die Region an. Motorsport ist bei uns herzlich willkommen», betonte Kretschmer.
Der Blick richtet sich nun bereits auf das kommende Jahr. 2027 feiert der Sachsenring sein 100-jähriges Bestehen, wofür die Veranstalter zahlreiche Sonderaktionen und ein erweitertes Rahmenprogramm angekündigt haben. Der Vorverkauf für das Jubiläumsevent startete bereits am Sonntag um 16 Uhr. Der genaue Termin des Deutschland-GP 2027 steht zwar noch nicht fest, Voss geht jedoch davon aus, dass das Rennen erneut um diese Jahreszeit stattfinden wird. «Das hat sich bewährt. Ein Grund für den großen Andrang am Freitag war der Fakt, dass wir bereits Ferien haben.»
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