Raul Fernandez: MotoGP-Zukunft mit Trackhouse-Aprilia oder KTM Tech3?
Trackhouse-Pilot Raul Fernandez zählt zu den wenigen MotoGP-Athleten, die noch ohne Vertrag für 2027 sind. Doch mehrere Optionen liegen auf dem Tisch. Verhandelt wird auch über die Vertragsdauer.
Der Spanier Raul Fernandez ist ein MotoGP-Pilot mit einer doch außergewöhnlichen Vita in der Königsklasse. Obwohl noch 25 Jahre jung, bestreitet er bereits die fünfte Saison in der Topliga des Fahrerlagers Als Moto2-Vizeweltmeister dockte Fernandez zur Saison 2022 bei Tech3 an. Sportlich gelang der große Durchbruch nicht – bis 2025. Zu einem Zeitpunkt, als Fernandez eigentlich abgeschrieben war, gelang die Trendwende, gekrönt vom ersten Sieg auf Phillip Island.
Der Triumph am anderen Ende der Welt war kein Einmalwunder. Raul Fernandez ist seit Herbst ein fixes Element der MotoGP-Weltelite, wohlgemerkt auf der Aprilia RS-GP. Interessant: Als Achter der WM und noch in Schlagdistanz der Top 5 ist Fernandez auf der einen Seite der schlechteste Pilot des Aprilia-Quartetts – zugleich aber bester MotoGP-Pilot ohne MotoGP-Vertrag für die Zeit nach 2026.
Stand heute stehen die Chancen für Fernandez gut, auch 2027 in der Königsklasse zu fahren, nicht zuletzt dank eines starken Sprints is Assen. Ungewiss ist allerdings noch, für welches Team. Zunächst sah es danach aus, dass Fernandez keine guten Karten bei seiner jetzigen Mannschaft hat. Doch das stimmt so nicht. Wie SPEEDWEEK.com aus verlässlicher Quelle erfuhr, liegt dem Madrilenen ein Trackhouse-Angebot vor. Der entscheidende Punkt: Darum geht es um eine Vereinbarung nur für 2027. Ein Einjahresvertrag ist gut, aber im Sinne einer Karriereplanung wenig befriedigend.
Die Alternative heißt Tech3-KTM. Wie KTM-Rennsportchef Pit Beirer gegenüber SPEEDWEEK.com bestätigte, ist der Spanier eine mögliche Option, um einen etablierten Piloten in der Struktur von Günther Steiner unterzubringen. Schlagendes Argument könnte ein Vertrag mit längerer Vertragsdauer spielen. Und natürlich werden auch die finanziellen Aspekte ein wichtiger Punkt auf der Verhandlungsagenda sein.
Darüber hinaus – Leere. Außer einer Verlängerung bei Trackhouse oder einem Wechsel auf eine KTM RC16 gibt es im MotoGP-Fahrerlager keine Optionen für Raul Fernandez. Gemessen an der Situation vor 12 Monaten ist das dennoch eine positive Ausgangslage.
Raul Fernadez' Karriere ist kein Einzelfall. Als Vergleich kann Fabio Di Giannantonio dienen. Der Römer zündete nach seiner MotoGP-Ankunft ebenfalls nicht. Doch mit herausragenden Leistungen im Schlussspurt seines zweiten Gresini-Jahres kam «Diggia» noch beim VR46-Kundenteam unter. Seitdem ging es konstant nach oben. 2027 wird der WM-Dritte im KTM-Werksteam zu sehen sein.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





