Euro Moto Superbike
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Die KTM 990 RC R ist ready to race! Das zeigte am ersten Renntag der Euro Moto in Most Jonas Folger, wenngleich die Uraufführung nicht planmäßig lief. Effizient war sie hinsichtlich 2027 aber allemal.
Der erste Renneinsatz der KTM 990 RC R für die Supersport-WM 2027 war für den dritten Lauf der Euro Moto an diesem Wochenende in Most geplant und ist nun Geschichte. Fürs Rennen der Euro Moto Supersport hatte der KTM-Edeltester Jonas Folger vom Freudenberg Paligo - KTM Test Team das noch junge orange Race Bike auf den siebenten Startplatz des 19-köpfigen Teilnehmerfeldes gestellt. Von da aus ging es aber mit nur wenig Vortrieb in Richtung erste Kurve und der 32-jährige Ex-MotoGP-Pilot und Ex-IDM-Superbike-Champion signalisierte den nachfolgenden Fahrern, dass er ein Problem habe. Im anschließenden Gespräch mit SPEEDWEEK.com erklärte er: «Wir haben gewusst und damit gerechnet, dass wir auch mal vom Material her an unsere Grenzen stoßen. Natürlich war das heute mit 40 Grad Lufttemperatur der absolute Härtetest fürs Motorrad, aber auch mich als Fahrer. Da ist am Start leider die Kupplung leicht verbrannt.»
Wenn man wirklich aktiv an einem Rennwochenende mitfährt, merkt man schon, dass die Stimmung hoch geht.Jonas Folger
Nach der ersten Runde steuerte er die Box an, wo etwas nachjustiert wurde, dann ging es weiter. Aber nicht irgendwie, denn mit all seiner Erfahrung und einem klaren Auftrag als Testfahrer, reihte er sich auf der Strecke genau an der Stelle im Feld ein, an der er wahrscheinlich ohnehin gefahren wäre. «Ich habe bewusst diese Lücke gesucht, denn ich wollte wenigstens ein paar Runden mitfahren, um einen direkten Vergleich zu haben und brauchbare Daten sammeln zu können. So konnte ich Unterschiede sehen, wo es uns noch was fehlt, wo unsere Stärken sind und wie sich das Motorrad bei einem Rennverlauf verhält. Von daher war das ziemlich aufschlussreich.»
Richtig im Rennen zu sein und Platzierung hin oder her, trotzdem war es der erste Renneinsatz mit der KTM 990 RC R. Seine gegebenenfalls euphorischen Gedanken dazu, kleidete er in folgende Worte: «Emotional bin ich eher selten und ich habe schon viele Rennen bestritten. Aber trotzdem war der erste Rennstart mit der KTM ein tolles Gefühl. Ich bin schon bald zwei Jahre in das Projekt eingebunden und lange mit dem Test-Team unterwegs. Von daher ist das schon etwas Schönes, wenn man sagen kann, dass wir nun erstmals ein Rennen bestritten haben.»
Außerdem bekräftigte er die These, dass Rennwochenenden die ergiebigeren Tests sind. «Das war einerseits eine Abwechslung zu den vielen Testtagen. Alle gehen mit einer anderen Motivation da rein. Wenn man wirklich aktiv an einem Rennwochenende mitfährt, merkt man schon, dass die Stimmung hoch geht und jeder einen Tick mehr motiviert ist. Man ist halt ganz anders angespannt, denn man will ja doch ein bisschen ein Resultat herausfahren. Das ist wichtig und genau deshalb machen wir es ja, dass Material, Fahrer und die ganze Crew wirklich 110 Prozent geben. Die Daten, die wir jetzt schon an den ersten zwei Tagen in Most gesammelt haben, sind so viele, dafür hätten wir einige Mal testen müssen. Das ist schon sehr viel wert», meint er dazu.
Im Umkehrschluss heißt das, dass weitere Rennwochenenden im Rahmen der Euro Moto denkbar sind? «Definitiv, das ist der Plan.»
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