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Rennen 1 in Assen: Carlos Cano holte ersten Rookie-Sieg, Kratochwil stark
Marc Marquez holte im «Sicherheitsmodus» Platz 6 im Assen-Sprint. Welche Chancen er sich selbst und Ducati am Wochenende in den Niederlanden noch ausrechnet – und was er zum WM-Kampf sagt.
Nach seinem sechsten Platz im Sprint von Assen wirkte Ducati-Werkspilot Marc Marquez nicht zufrieden – aber auch nicht enttäuscht. Der Spanier analysierte: «Am Vormittag haben wir versucht, einen Schritt nach vorne zu machen, aber wieder lagen wir etwa 7 bis 8 Positionen zurück, zusammen mit einigen KTMs, und ich bin Siebter geworden.» Er bezieht sich aufs Qualifying.
Im Sprint kam Marquez als Siebter ins Ziel, wurde aber als Sechster gewertet. Der Spanier: «Wegen eines kleinen Fehlers von Pecco in der letzten Schikane habe ich noch eine Position gutgemacht. Ich bin zufrieden damit, wie wir das Sprintrennen beendet haben.» Sein Teamkollege Pecco Bagnaia überfuhr in der letzten Schikane die Streckenbegrenzung, wurde um eine Position nach hinten versetzt wegen Überfahrens der Streckenbegrenzung.
Nach Siegen in Ungarn und Tschechien wirkt Platz 6 im Sprint wie ein Rückschlag. Marquez erklärt aber: «Sicherheitsmodus. Auf dieser Strecke muss man ein Gefühl haben, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich noch viel mehr geben kann. Ich fahre nicht schlecht, aber an manchen Stellen verliere ich zu viel und fühle mich besonders unwohl. Ich bin zwar konstant, habe mir aber bereits letztes Jahr alles angesehen und auch einige Stürze aus diesem Jahr gesehen. Hier ist der Kies schmerzhaft, also muss man vorsichtig sein.» Sein Bruder Alex Marquez verunfallte am Vortag, ebenso dessen Teamkollege Fermin Aldeguer, der das Rennwochenende nicht mehr antreten kann. Alex Marquez ließ in Folge des Sturzes das Q2 aus.
Große Chancen rechnet sich Marc Marquez gegen Aprilia auf dem TT Circuit in Assen nicht aus: «Wir kennen bereits die Stärken von Aprilia und wissen, dass eine Strecke wie hier in Holland Strecken mit schnellen Kurven die sind, wo sie stärker sind als wir. Wir müssen auf 22 Rennen schauen, aber hier ist Aprilia stärker als wir. Diggia und Pecco haben jedoch unglaubliche Arbeit geleistet.» Seine Ducati-Markenkollegen Di Giannantonio und Bagnaia wurden Dritter und Siebter.
Der Plan für den GP am Sonntag? «Mit Medium-Hinterreifen – denn die weichen sind unmöglich – genau wie heute. Ich werde versuchen, auf Platz 7 oder 8 ins Ziel zu kommen, und das war’s dann. Ich gebe 100 Prozent, aber mehr kann ich im Moment nicht tun. Auf dieser Strecke müssen wir das also akzeptieren und dürfen nicht frustriert sein, denn genau das habe ich erwartet.»
Nach zwei GP-Siegen in Serie wurde Marquez plötzlich wieder als WM-Kandidat gehandelt. Der Spanier sieht es gelassen: «Wenn ich im Kampf um die Meisterschaft stehe, ist das ein Druck. Denn ich mache nichts anders. Nur die anderen haben Fehler gemacht. Natürlich habe ich Rennen gewonnen, aber für mich war es vorbei. Wenn sich also etwas ergibt, umso besser, aber das ist meine Realität. Es wird einige Rennstrecken geben, die ich gut meistern kann. Es wird einige Rennstrecken geben, auf denen ich in der Vergangenheit oder im letzten Jahr gut über die Runden gekommen bin. In diesem Jahr bedeutet über die Runden kommen wirklich nur über die Runden zu kommen. Den 8., 10. oder sogar einen noch schlechteren Platz zu belegen.» Und der Kurs in Assen scheint eines der letzteren Reviere zu sein…
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