Laurent Mekies zum Verstappen-Crash: «In unserer Lage musst du etwas wagen»
Der vierfache Champion Max Verstappen hatte in der Quali zum GP von Österreich gute Chancen auf einen Platz in den ersten zwei Startreihen. Dann kam der Crash. Was sein Teamchef Laurent Mekies sagt.
Merkwürdiges Ende dieses spannenden Abschlusstrainings zum Grossen Preis von Österreich: Als der Mehrkampf von Max Verstappen mit seinen Rivalen von Mercedes, Ferrari und McLaren dem Höhepunkt entgegenkochte, flog der Niederländer von der Bahn.
George Russell ging – für die Regelhüter des Autosport-Weltverbands FIA anscheinend voll okay – ein wenig vom Gas, blieb aber schnell genug, um sich die Pole zu krallen. Kein Wunder, ging da die eine oder andere Augenbraue hoch.
Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies sagt über das verblüffende Ende des Abschlusstrainings: «Jeder konnte sehen, dass Max auf einer verflixt schnellen Runde war. Er war nur wenige Hundertstel von der Pole entfernt.»
«Was dann passiert ist, das ist auch für uns ein wenig merkwürdig. Wir werden uns den Wagen nochmals in aller Ruhe ansehen.»
«Wäre Max schnell genug für die Pole gewesen? Wahrscheinlich nicht. Aber ich glaube, es hätte ganz knapp werden können, im Kampf um den zweiten Startplatz.»
«Es ist schade, wie das zu Ende gegangen ist, aber wir müssen auch im Auge behalten, dass der Speed in der Quali ermutigend war. Die jüngsten Verbesserungen ziehen, das geht in die richtige Richtung.»
«Natürlich verändern solche grosse Evo-Pakete, wie wir sie nach Österreich gebracht haben, das Fahrverhalten eines Autos. Es ist nicht einfach, da den Wagen ins beste Arbeitsfenster zu bringen, Max, Isack Hadjar und die Ingenieure haben extrem viel gearbeitet.»
«Wir haben alles versucht, um die Abstimmung möglichst zu verfeinern, aber wir glauben auch, dass mit mehr Arbeit mehr Potenzial eröffnet wird. Und dann muss der Fahrer alles aus dem Wagen holen. Das erhöht den Druck weiter. Aber genau solche Schritte müssen wir wagen, um die Lücke zur Spitze zu schliessen.»
Hat Red Bull Racing von den neuen Teilen genügend in der Steiermark, um fürs Rennen keine Kompromisse eingehen zu müssen? Laurent Mekies beteuert: «Wir werden für den Grand Prix gut aufgestellt sein, keine Sorge.»
Am Samstagabend machten die Fachkräfte von Red Bull Racing für Verstappen ein neues Chassis bereit. Der Wechsel der Fahrerzelle ist erlaubt und zieht keine Strafe nach sich. Max Verstappen wird von Startplatz 5 in den Österreich-GP gehen.
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