Sprint-Podium für Di Giannantonio: «Auf dieser Strecke noch wichtiger»
Bei der Abschiedsveranstaltung der MotoGP auf Phillip Island fuhr VR46-Ass Fabio Di Giannantonio von Startplatz 8 aufs Sprint-Podium. Vor dem angesagten Regenrennen am Sonntag hat er keine Angst.
«Phillip Island ist magisch!», sprudelte die Begeisterung aus Fabio Di Giannantonio heraus. Wenige Momente vorher fuhr der Italiener im MotoGP-Sprintrennen von Australien den dritten Platz ein. Das letzte Podesttreppchen war im Rennen zuvor heiß umkämpft gewesen, fünf verschiedene Piloten belegten es im 13 Runden währenden Samstagsrennen. Für den VR46-Piloten begann der Sprint denkbar ungünstig: Los ging es nach dem verregneten Qualifying vom achten Startplatz, in der ersten Runde verlor er zunächst einen Rang. Erst von da an ging es nach vorn.
In Runde fünf hatte er schon Lokalheld Jack Miller hinter sich gelassen und belegte Rang 5. Kurz danach ging es vorbei an Pedro Acosta. In der achten Runde profitierte er zudem von Jorge Martins Sturz bei dessen Jagd auf Marc Marquez. Dass der Italiener im Sprint nach vorn fahren konnte, überraschte ihn selbst nicht: «Die Startposition hat das Rennen für uns komplizierter gemacht. Aber wir wussten, dass wir schnell sind. Denn im freien Training am Freitag war ich mit angefahrenen Reifen sehr gut.»
Der achte Startplatz sei unglücklich gewesen: «Ich war auf einer guten Runde unterwegs, als ich auf Ai Ogura auflief, genau als der einen Fehler machte. Das hat uns die zweite Startreihe gekostet, aber wir wussten, dass wir Potenzial haben. Dieses Potenzial auch umzusetzen, ist aber noch etwas anderes, als es nur zu haben.» Selbst ein Kampf um den Sieg schien für den 28-Jährigen in Reichweite, jedoch: «Ich habe versucht, auf Marc und Alex aufzuholen, aber ich musste auch auf den Vorderreifen und den Wind aufpassen – und auf Bezzecchi»
Der verbliebene Aprilia-Werksfahrer folgte im Ziel auf Di Giannantonio mit weniger als einer halben Sekunde Rückstand. «Ich habe Gas gegeben, um weiter nach vorn zu kommen. Aber ich musste aufpassen, dass ich nicht selbst überholt werde.»
Dass die Abschiedsveranstaltung der australischen Traditionstrecke auch für den ehemaligen Moto3-Vizeweltmeister etwas Besonderes ist, daraus machte er im Rahmen der Podiumszeremonie keinen Hehl: «Ein Platz auf dem Podium ist immer wichtig. Aber auf dieser Strecke ist er für mich noch etwas wichtiger. Immer, wenn wir hierherkommen, versuche ich immer noch ein bisschen mehr aus mir herauszuholen.»
Die Vorschau auf ein Regenrennen am Sonntag macht Di Giannantonio keine Angst: «Unser Gefühl im Regen war am Samstagvormittag gut. Es ist schon einige Zeit her, dass ich mich im Regen so wohlgefühlt habe. Rennen im Nassen fühlen sich immer länger an als im Trockenen, und wir werden versuchen, den Fahrern ganz vorn einen guten Kampf zu liefern.»
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