Phillip-Island-Qualifying: Senna Agius warf die Pole weg, Gonzalez übernahm
Auf wieder trockenem Asphalt auf Phillip Island ging die Moto2-Pole an einen Intact-GP-Pilot. Doch statt dem übermotivierten Senna Agius glänzte WM-Leader Manuel Gonzalez mit der Bestzeit. Guevara 6.
Wie so oft verblüffte das Wetter auf Phillip Island. Als es zur Mittagszeit in die beiden Qualifying-Einheiten ging, war der Rundkurs abgetrocknet. Nach einem nassen FP2, das erstaunlicherweise mit dem gleichen 1-2-Ergebnis an der Spitze – Izan Guevara vor Senna Agius – geendet hatte, wurden jetzt wieder Slicks aufgezogen.
Trotz noch einiger feuchter Flecken waren die Teilnehmer des Q1 schnell in den 1:30er-Zeiten – und damit so eilig unterwegs wie im Zeittraining. Nach 15 Minuten unter regulären Bedingungen waren die vier Nachzügler definiert. Hinter dem Schnellsten, Zonta van den Goorbergh, der im kommenden Februar als Supersport-WM-Pilot auf die Insel zurückkehren wird, schaffte erwartungsgemäß Ivan Ortola den Q2-Einzug. Dazu gesellten sich Moto2-Veteran Tony Arbolino (Fantic) und Collin Veijer (KTM-Ajo).
Nach kurzer Pause ging es um die Pole-Position. Die Oberfläche der legendären Speed-Rennstrecke war weiterhin trocken, als die Top-18-Moto2-Piloten loslegten. Nach den Sessions zuvor deutete alles auf ein Duell zwischen dem WM-Zweiten Izan Guevara (Pramac-Yamaha) und Senna Agius (Intact GP) hin. Doch zunächst waren es die Piloten, die bereits ein trockenes Q1 erlebt hatten, die sich auf den Zeitmontoren oben platzierten.
Zur Mitte des Q2 legte die Elite nach. Mit einer 1:30,295 min übernahm Senna Agius das Kommando. Während sich Dani Holgado hinter Lopez und Roberts auf Platz 4 verbessert hatte, blieb es für Izan Guevara weiter nur bei Rang 9. Noch dahinter, WM-Spitzenreiter Manuel Gonzalez, auf Platz 11.
Das Wetter hielt und so gingen die Racer fünf Minuten vor der Flagge noch einmal mit einem frischen hinteren Slick für die Schlussattacke auf den Linkskurs. Noch in der Aufwärmrunde passierte das Unfassbare aus Sicht der Australier: Senna Agius stürzte in der schnellen Kurve 8 und zertrümmerte seine Kalex.
Nahezu zeitgleich hatte sich Manuel Gonzalez mit einer beherzten Runde die Spitze geholt. Mit 1:30,122 min war der WM-Leader ein Zehntel schneller als Barry Baltus. Während Agius immer weiter zurückfiel, kam Izan Guevara bis auf Position 9 nach vorne. Nach Stürzen von Lunetta und Aji in den letzten Minuten wurden weitere Verbesserungen unter gelben Flaggen verhindert.
Damit war die Mini-Überraschung perfekt. Manuel Gonzalez machte alles richtig, Senna Agius griff zu früh an, muss seinen Heim-GP von Position 7 beginnen, und Izan Guevara war etwas zu langsam. Der Pramac-Pilot wird neben Ivan Ortola (4.) und Dani Holgado (5.) in den GP starten. Filip Salac (American Racing) und Barry Baltus (Fantic) dürfen neben Intact-Pilot Gonzalez ganz vorne Aufstellung nehmen. Aspar-Pilot David Alonso kam nicht über Position 14 hinaus.
Zwei Spanier waren bereits vor dem Rennen nicht mehr dabei. Marc-VDS-Pilot Aron Canet hatte sich schon am Freitag einen Daumen gebrochen, im FP1 hatte sich dazu das Forward-Aushängeschild Alex Escriqg verletzt. Escrig will nächste Woche in Sepang wieder dabei sein.
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