Gresini-Pilot Alex Marquez (2.) fuhr in der MotoGP-Loge: «Es ging wild zu»
Gresini-Ducati-Pilot Alex Marquez schien früh unter die Räder zu kommen, doch der Vizeweltmeister hatte genug Speed, um auf Phillip Island neben dem siegreichen Bruder aufs Sprint-Podest zu steigen.
Auf Position 6 hinter vier Aprilia-Piloten und Bruder Marc war Alex Marquez auf trockenem Asphalt am Freitag nicht besonders in Erscheinung getreten. Am Samstagmorgen, jetzt auf nasser Piste, ging es für den Vizeweltmeister im Match um die besten Startpositionen bis in Reihe 1, direkt neben seinen älteren Bruder.
Im Sprint über 13 Runden – nun war es wieder trocken – schien Alex Marquez zunächst leichte Beute für die Verfolger zu haben. Doch «AM73» erholte sich von einer wenig erfolgreichen Startrunde. Marquez hatte genug Tempo, um den aggressiven Pedro Acosta wieder hinter sich zu bringen und dann Jagd auf Marc und Aprilia-Werksfahrer Jorge Martin zu machen.
Mit einem Abstand von weniger als einer Sekunde hatte Alex Marquez viel zu sehen. Vor ihm war eine lupenreine Rauferei um den WM-Titel in Gange. Alex Marquez, der dem Gemenge wieder nähergekommen war: «Vor mir ging es wild zu, ich hatte eine ideale Beobachterposition.»
Eingreifen in den Dreikampf musste Alex Marquez nicht. In Runde 8 stürzte WM-Leader Jorge Martin in Kurve 8 vor ihm aus dem Event. Kurz sah womöglich als Alex Marquez als möglicher Sprint-Sieger aus, doch der Weltmeister kannte keine Gnade und kontrollierte den Vorsprung bis zur Ziellinie. Alex wurde 0,32 s hinter Marc abgewunken, nach dem zuletzt schwächeren Auftritt ein willkommenes Resultat auch für die gebeutelte Gresini-Mannschaft.
Alex Marquez' Zusammenfassung nach einem turbulenten Sprint-Samstag auf Phillip Island: «Ich habe versucht, von Beginn an aggressiv zu fahren, denn das gute Gefühl war und ich war überzeugt, auch ganz vorne fahren zu können. Doch ich habe Zeit liegen lassen, insbesondere mit Pedro Acosta. Und als ich gegen Ende wieder nah dran war – das war das Limit erreicht. Es war richtig hart, aber ich bin wirklich sehr happy, es hinter Marc ins Ziel geschafft zu haben.«
«AM73» mit dem Blick auf den Sonntag: «Ich denke, mit diesem guten Gefühl heute kann ich optimisch für den wohl nassen und sehr langen GP sein.» Nicht zu vergessen: Startplatz 2 hatte der Gresini-Racer mit Regenreifen herausgefahren. Nach 13 Runden gab es noch mehr gute Nachrichten. Aldeguer-Ersatz Iker Lecuona hatte das Team aus Faenza mit Platz 10 ebenfalls gut vertreten.
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