Lando Norris (McLaren) in Brasilien: «Das hätte ich echt nicht erwartet»
McLaren ist der einzige Formel-1-Rennstall, der mit Verbesserungen zum jüngsten WM-Lauf von São Paulo angereist ist. Formel-1-Champion Lando Norris geigt damit unter den ersten Drei herum.
McLaren-Ass Lando Norris stand seit dem Spanien-GP auf dem Madring vor fast zwei Monaten nicht mehr auf dem Siegerpodest: In Madrid wurde der Engländer Dritter, hinter Kimi Antonelli und Max Verstappen, obschon er das wohl schnellste Auto hatte. Damals war Norris im Pech wegen einer für ihn schlecht getimten Safety Car-Phase.
Danach: Kollision in Baku, P9 beim Bahrain-GP in Malaysia, Vierter in Singaour, Fünfter in Texas und Mexiko. In Brasilien nun ist McLaren der einzige Rennstall, der mit Verbesserungen angereist ist, und zwar nicht wenige – Frontflügel, Heckflügel, Zusatzflügel über dem Getriebe, Unterboden, alles neu.
Beim Frontflügel will McLaren in Brasilien herausfinden, ob der für 2027 angedachte Weg der richtige ist. Der Heckflügel ist pistenspezifisch konzipiert.
Lando Norris hat damit im ersten Training Bestzeit erzielt, in den zweiten 60 Trainingsminuten ist er Zweitschnellster hinter seinem Weltmeister-Nachfolger Kimi Antonelli.
Der 13-fache GP-Sieger Norris schätzt das Evo-Paket von McLaren und die Erfolgsaussichten der Papaya-Truppe in São Paulo so ein: «Es ist noch ein wenig schwierig zu sagen, wieviel genau das neue Paket bringt. Das Ziel der Verbesserungen besteht darin, das Rennauto schneller zu machen. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Wagen einfacher zu fahren wird.»
«In einer idealen Welt hätte ich gerne ein Fahrzeug, das durch Evo-Teile schneller wird und auch besser liegt. Das wäre vor allem für uns gut, denn der 2026er McLaren ist kein einfach zu fahrendes Auto.»
«Als Zwischenbilanz würde ich sagen, dass wir kleine Schritte in die richtige Richtung machen, vor allem in Bezug auf ein Handling, das ein wenig berechenbarer wird. Aber dies ist nur eine Stichprobe nach zwei Trainings hier in Brasilien. Wir müssen sehen, wie das im weiteren Verlauf des Wochenendes geht und dann auch, wie sich die Teile auf anderen Strecken bewähren.»
«Ganz ehrlich: Im ersten Training Schnellster zu sein, das hätte ich echt nicht erwartet, das war eine angenehme Überraschung. Im zweiten Training habe ich mich ein wenig schwerer getan. Aber wir geigen da anständig mit – mit Ausnahme von Mercedes, die uns etwas voraus haben.»
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