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Bester Yamaha-Pilot: Toprak (11.) ließ Quartararo und Co. klar hinter sich

Toprak Razgatlioglu holte im MotoGP-Sprint in Brünn als Elfter das beste Yamaha-Ergebnis. Zufrieden war der Türke dennoch nicht – vor allem das Einlenkverhalten der Yamaha M1 bereitet ihm Sorgen.

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Toprak Razgatlioglu sammelte im MotoGP-Sprint des Grand Prix von Tschechien erneut wichtige Erfahrungen auf der MotoGP-Yamaha. Der Pramac-Pilot beendete das Rennen auf Platz 11 und war damit bester Yamaha-Fahrer im Feld. Seine Markenkollegen Fabio Quartararo, Alex Rins und Jack Miller belegten die letzten drei Plätze.

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Mit einem Rückstand von 13,5 Sekunden auf Sieger Francesco Bagnaia fiel das Ergebnis auf den ersten Blick erfreulich aus. Razgatlioglu zog ein überwiegend positives Fazit. «Nicht schlecht», sagte der Türke nach dem Sprint. «Endlich hatte ich einen wirklich guten Start. In der ersten Runde habe ich versucht, Fabio zu überholen. Danach bin ich einfach mein Tempo gefahren.»

Razgatlioglu erkannte, was Yamaha im Vergleich zu Honda fehlt

Zwischenzeitlich nahm Razgatlioglu sogar die vor ihm fahrende Werks-Honda von Joan Mir ins Visier. Doch je länger das Rennen dauerte, desto deutlicher wurden die Grenzen der Yamaha sichtbar. «Ich habe versucht, die Honda einzuholen. Doch nach einigen Runden habe ich den Schwung verloren, weil ich bereits am Limit gefahren bin», erklärte der dreifache Superbike-Weltmeister. «Beim Kurveneingang holte ich ihn immer wieder ein. Aber am Kurvenausgang machte er jedes Mal eine Lücke auf. Ich schloss sie wieder und dann zog er erneut weg.»

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Vor allem eine Schwäche beschäftigt den Yamaha-Neuzugang derzeit besonders: das Einlenkverhalten seiner M1. «Ich bin mit dem Einlenken überhaupt nicht zufrieden. Das Motorrad lenkt nicht ein», kritisierte Razgatlioglu. «Ich verliere in der Kurve sehr viel Zeit und muss lange auf die Beschleunigung warten.»

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Der Türke versuchte bereits verschiedene Lösungen, fand bislang aber keine Antwort. «Ich habe alles ausprobiert, aber es ändert sich nichts», schilderte er. «Automatisch öffne ich das Gas sehr früh und bringe das Hinterrad stark zum Durchdrehen. Dadurch nutze ich den Hinterreifen sehr stark. Das ist vor allem für die lange Distanz nicht gut.»

Welche Hoffnung Razgatlioglu für den Grand Prix hat

Immerhin sieht Razgatlioglu noch Potenzial für den Grand Prix am Sonntag. Während im Sprint viele Fahrer den weichen Hinterreifen nutzten, erwartet er im Hauptrennen eine andere Ausgangslage. «Für das lange Rennen wird wahrscheinlich jeder den Medium-Reifen verwenden. Damit ist es etwas anders. Wenn wir beim Einlenken eine Verbesserung machen, dann können wir im Rennen einen großen Fortschritt erzielen. Das ist jetzt mein Ziel.»

Weniger zufrieden zeigte sich der Yamaha-Pilot mit seiner Qualifying-Performance. Im Q1 gelang dem MotoGP-Rookie nur die elftschnellste Zeit: Startplatz 21 für den Sprint. Lediglich LCR-Ersatzpilot Cal Crutchlow war langsamer. «Das Qualifying ist für mich immer schwierig», gab Razgatlioglu zu. «Ich fahre bei der Zeitenjagd wie in einem Rennen und nicht wie bei einer richtigen Zeitenjagd. Das ist das Problem.»

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Im Rennen fühlt er sich deutlich wohler, weil dort seine Stärken beim Bremsen, Reifenmanagement und Rennrhythmus stärker zur Geltung kommen. «Mein Renntempo ist nicht schlecht. Aber wenn ich ein etwas besser einlenkendes Motorrad hätte, könnten wir konstant 1:53er-Runden fahren. Das wäre eine gute Zeit. Stattdessen bewegen wir uns eher im Bereich von 1:54 Minuten.»

Trotz des Rückstands auf die Spitzengruppe bleibt Razgatlioglu optimistisch. Bevor er sich allerdings konkrete Ziele für den Grand Prix setzt, will er zunächst die Reaktion des Motorrads auf die geplanten Änderungen abwarten. «Zuerst muss ich spüren, ob die Änderungen funktionieren. Wenn ich mit dem Motorrad zufrieden bin, dann können wir über weitere Ziele sprechen.»

Nach Platz 11 im Sprint steht für den Yamaha-Piloten fest: Der nächste Schritt ist möglich. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Yamaha eines der größten Probleme des Wochenendes in den Griff bekommt – das fehlende Einlenkverhalten der M1.

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Fahrer

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Team

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

01

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

63

10

18:55,527

1:52,542

02

Ai Ogura

Ai Ogura

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

79

10

+0,241

1:52,885

03

Marc Márquez

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

93

10

+0,794

1:52,815

04

Fabio Di Giannantonio

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

49

10

+2,905

1:53,103

05

Jorge Martin

Jorge Martin

Aprilia Racing

89

10

+6,404

1:53,015

06

Raúl Fernández

Raúl Fernández

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

25

10

+7,440

1:53,532

07

Enea Bastianini

Enea Bastianini

Red Bull KTM Factory Racing

23

10

+8,110

1:53,473

08

Fermin Aldeguer

Fermin Aldeguer

BK8 Gresini Racing MotoGP

54

10

+10,195

1:53,451

09

Brad Binder

Brad Binder

Red Bull KTM Factory Racing

33

10

+10,984

1:53,716

10

Joan Mir

Joan Mir

Honda HRC Castrol

36

10

+11,103

1:53,827

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