Euro Moto Sportbike
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In der Woche vor Oschersleben kassierte Freddie Heinrich bei einem Hobby-Rennen eine Disqualifikation, die hohe Wellen schlug. Beim vierten Euro-Moto-Lauf setzte er wieder sportliche Akzente.
Von 2023 bis einschließlich 2025 war Freddie Heinrich im Pro Superstock 1000 Cup im Rahmen der IDM mit einer 1000er-Kawa unterwegs. In diesem Jahr ging es für ihn hubraummäßig einen Schritt zurück, doch mit der Euro Moto Supersport vom Prädikat her einen Schritt nach oben. Dabei sollte 2026 ursprünglich nur ein Übergangsjahr werden. Für 2027 plant Kawasaki Deutschland mit ihm die Rückkehr in die 1000er-Kategorie, gegebenenfalls mit einem Bimota-Projekt. Nun, nach Saisonmitte 2026, ist man diesbezüglich noch keinen entscheidenden Schritt weiter.
Einen Schritt weiter ist aber Freddie Heinrich mit der Kawasaki Ninja ZX-6R in der Euro Moto Supersport, am vergangenen Wochenende in Oschersleben der einzigen im Feld. Dabei gelangen dem 21-jährigen Sachsen vom Team Kawasaki Weber Racing mit den Plätzen 7 und 6 seine besten Saisonresultate. Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com meinte er dazu zunächst nur relativ emotionslos: «Läuft.»
Natürlich fügte er dem noch ein paar tiefergehende Worte hinzu: «Wir sind auf einem guten Weg. Wir haben viel am Motorrad eingestellt und die Jungs haben gut gearbeitet. Wir hatten schon in Most einen guten Schritt gemacht, vor allem bei der Fahrwerkseinstellung. Danach haben wir in Oschersleben getestet. Am vergangenen Wochenende haben wir diese Erkenntnisse zusammengespielt, sodass wir ganz gute Zeiten fahren konnten.»
Dazu erklärte er des Weiteren, dass man viel hin und her gedreht hat und teilweise Sachen probiert hat, die man noch nie versucht hatte. «Wir hatten lange Zeit Probleme mit Chattering am Vorderrad. Das ist jetzt quasi weg», sagte er. Wenngleich die Kawasaki offenbar nicht das beste aktuelle Supersport-Motorrad ist und eine Lücke nach ganz vorn sehr schwer zu schließen ist, glaubt er, dass es noch ein Stück weiter nach vorn gehen kann. «Die Yamaha, Ducati und Honda sind schon verdammt stark, vor allem von der Motorleistung und vom Drehmoment her. Das ist das, was uns noch ein bisschen fehlt. Zudem fehlt mir als Fahrer auch Erfahrung mit der 6er. Aber wir geben alle zusammen weiter Gas, um noch besser zu werden. Ich hoffe, dass wir in Assen in den Top-5 mitfahren können.»
Zum Thema Übergangsjahr in der Supersport-Klasse ließ er sich entlocken: «Wir sind noch viel am Reden und überlegen, was wir nächstes Jahr machen können. Ich muss aber auch sagen, dass ich mich mit der Klasse angefreundet habe und mit der 6er inzwischen sehr gut zurechtkomme. Wie es nächstes Jahr weiter geht, steht aber noch in den Sternen. Das hängt auch davon ab, wie nahe wir der Spitze noch in dieser Klasse kommen.»
Als Fahrerlagergespräch in Oschersleben schlug auch Freddie Heinrichs Disqualifikation in der Vorwoche bei einem Hobby-Rennen in Schleiz mit der 10er-Superstock-Kawa noch hohe Wellen. SPEEDWEEK.com gab dem Übeltäter die Möglichkeit, seine Sicht auf die Dinge darzulegen. So sagte er: «Da wurde ich hinterher ganz schön runtergezogen. Dazu möchte ich klarstellen, dass, so wie es gesprochen oder teilweise geschrieben wurde, ich einen Streckenposten angebrüllt oder geschlagen hätte, schlichtweg nicht stimmt. Was mir anzulasten ist, ist, dass ich nach dem Sturz ziemlich straff aus dem Kiesbett rausgefahren bin, Steine aufgewirbelt habe. Das war eine doofe Situation, dass es dabei einen Streckenposten getroffen hat. Das tut mir auch leid, aber ich war im Rennmodus und unter Adrenalin. Ich wollte natürlich so schnell wie möglich dort weg und das Rennen irgendwie beenden.»
Wie es zum Sturz kam, beschrieb er so: «Ich bin halt innen rein gestochen und der andere Fahrer hat noch ein Stück weit zugemacht. Dann konnten wir halt alle beide nichts mehr machen und sind gestürzt. Er kam dann zu mir hin und meinte selbst, dass das ein Rennunfall war und alles soweit okay sei. Die Disqualifikation habe ich dann wohl wegen der aufgewirbelten Steine bekommen. Aber wie gesagt, war das absolut nicht meine Absicht und hatte ich auch gar nicht so vermutet. Wie ich dann aber teilweise runter gemacht wurde, geht meiner Meinung nach gar nicht.»
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