Grünes Licht: KTM mit Genehmigung zur «Korrektur» der MotoGP-Triebwerke
Gute Nachrichten für das MotoGP-Projekt aus Österreich: Die Anfrage zur Bearbeitung fehlerhafter RC16-Motoren wurde positiv beantwortet. Doch in England geht es noch ohne Korrektur an den Start.
Es hatte lange gedauert, doch nach intensiver Überprüfung aller potenziellen Fehlerquellen war es der KTM-Rennabteilung im oberösterreichischen Munderfing gelungen, die Ursache der Serie von RC16-Motorschäden zu identifizieren. So berichtete SPEEDWEEK.com unmittelbar nach dem Sachsenring-GP, dass
Da es sich laut KTM aber nicht um eine Veränderung der homologierten Spezifikation für 2026, sondern um eine Korrektur schadhafter Bauteile eines Zulieferers handelt, wurde der Antrag auf das Öffnen des RC16-Vierzylinders dennoch eingereicht. Zunächst deutete vieles auf eine flinke Zustimmung der vier Hersteller hin, doch bis zur endgültigen Bestätigung durch den Verband (MSMA) verging die Sommerpause.
In England weiter mit Übergangslösung
Die gute Nachricht aus Sicht von KTM: Die Motoren dürfen unter der Aufsicht der offiziellen Technikkommission geöffnet und entsprechend des Antrags korrigiert werden. Die schlechte: Bis heute konnte die Maßnahme noch nicht umgesetzt werden. Die Rennabteilung zur Nachfrage von SPEEDWEEK.com: «Wir können bestätigen, dass wir die erforderliche Genehmigung erhalten haben, um die Korrekturmaßnahmen im Zusammenhang mit der von uns bearbeiteten technischen Angelegenheit umzusetzen. Wir sind bestrebt, diese Maßnahmen so schnell wie möglich umzusetzen. Für Silverstone werden wir die derzeit geltenden Übergangslösungen beibehalten.»
Unklar ist, ob es gelingt, die betroffenen Rennmotoren bis zum nächsten MotoGP in zwei Wochen im MotorLand Aragon unter Aufsicht der Teamvereinigung IRTA zu revidieren. Nach Instandsetzung der schadhaften Bauteile dürften die KTM-Piloten auch wieder zu der ursprünglich festgelegten Maximaldrehzahl zurückkehren. Doch auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Silverstone geht es für die vier RC16-Piloten noch einmal mit reduzierter Drehzahl – und Power – in das Match um WM-Punkte.
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