Abgeschrieben: Yamaha stand für Fabio Quartararo nicht mehr zur Debatte
Noch-Yamaha-Ass Fabio Quartararo ist noch der schnellste MotoGP-Pilot von Silverstone. Und doch gestand der Franzose in England, dass eine Fortführung der Karriere bei Yamaha nie ein Thema war.
Beste Erinnerungen an das Jahr 2021 verbinden Fabio Quartararo und Noch-Arbeitgeber Yamaha. Damals holte man gemeinsam den Titel. Auf dem Weg zur ersten und bislang einzigen Krone Quartararos jubelte das Team auch in Silverstone. Es war zugleich der vorletzte Sieg von «El Diablo» auf der japanischen M1.
Nach dem Höhepunkt 2021 ging es dann allerdings stetig bergab. Freunde, über den Vizetitel 2022 folgte der Absturz auf die Endränge 10 und 13. Den Zeitpunkt einer Trennung verpassten beide Seiten – es ging weiter durch eine weitere harte Saison 2025 und das laufende Jahr. Im vergangenen Sommer hätte dabei einiges anders kommen.
Silverstone 2025: Schwere Niederlage für Quartararo und Yamaha
Fabio Quartararo zauberte wie so oft im Q2 und schaffte ein mittleres MotoGP-Wunder. Die 1:57,233 min sicherten dem Franzosen die Pole und einen Eintrag in die kleine Geschichtsschreibung der Königsklasse, denn bis heute war kein anderer Fahrer schneller. Die Rennen brachen dann den Quartararo-Fans das Herz. Im Sprint wurde die Nummer 20 durchgereicht und im GP vereitelte das streikende Motorrad den schon sicher geglaubten Triumph auf der Insel. Damit war eine weitere Kerbe geschlagen, die dem 2021er-Champion den Glauben an eine Zukunft im Blau nahm.
Was schon lange inoffiziell weitergetragen wurde, ist längst bestätigt. Honda bestätigte nach dem Deutschland-Grand-Prix die Verpflichtung von Fabio Quartararo ab 2027. Vor den ersten Sessions nach der Winterpause zeigte sich der zukünftige HRC-Athlet gegenüber Yamaha insofern neutral, als dass er keine negativen Botschaften formulierte. Und doch verrieten die Worte des 27-Jährigen viel.
Honda lieferte die passenden Antworten
Quartararo: «Wir haben schon im letzten Winter Gespräche mit mehreren Teams geführt und uns noch vor dem Start der laufenden Saison entschieden. Diese war am Ende am stärksten von den technischen Möglichkeiten beeinflusst. Honda hat meine Fragen so beantwortet, dass ich das richtige Gefühl für die Zukunft habe. Ihre Pläne, auch längerfristig zu haben, haben mich überzeugt.»
Gleichzeitig räumte der aktuell auf Rang 14 beste Yamaha-Pilot ein: «Ich habe meine ganze Karriere mit Yamaha verbracht und ich bin sehr dankbar dafür. Dennoch war nun der Zeitpunkt gekommen für einen kompletten Neustart – technisch, aber auch mental. Es ging auch darum, frische Luft zu atmen.« Trotz mehrerer Optionen stand Yamaha für die Zukunft erst gar nicht mehr zur Debatte. «Verhandlungen mit Yamaha gab es keine», bestätigte Quartararo in England.
Ein Champion geht, ein anderer kommt. Jorge Martin, Weltmeister 2024 und aktueller Tabellenführer auf der Aprilia RS-GP, entschied sich ebenfalls früh für einen Wechsel ins Yamaha-Lager. 2027 wird sich einmal mehr zeigen, dass es weder nur um frischen Wind noch um technische Brillanz geht.
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