Sam Lowes (35) über Ducati-Dominanz in Assen: Was wirklich der Grund war
Ducati hatte beim Superbike-Meeting in Assen keine echte Konkurrenz, auch Bimota war weiter weg als normal. Die Zwillingsbrüder Sam und Alex Lowes sind mit diesen beiden Fabrikaten unterwegs.
Die Dominanz von Ducati beim Superbike-Meeting in Assen war erdrückend. Trotz Reduzierung der Benzindurchflussmenge waren zwei Rennen vier V4R vorn, im dritten Rennen sogar sechs. Etwas weniger thematisiert wurde die Tatsache, dass auch Bimota von der FIM eine Fuel-Flow-Penalty aufgebrummt bekam. Ganz offensichtlich konnte Ducati mit diesem Handicap besser umgehen.
Nach Meinung von MarcVDS-Pilot Sam Lowes gab es einen weiteren Grund, warum der in Borgo Panigale ansässige Hersteller derart dominierte bzw. Bimota weniger konkurrenzfähig war als üblich. Als Zwillingsbruder von Bimota-Werksfahrer Alex Lowes schlagen zwei Herzen in der Brust des Ducati-Privatiers.
«Alex fährt mit seiner großen Erfahrung ganz hervorragend. Er bringt sein Bike sofort ans Limit», betonte Sam. «Für Assen haben sie aber eine Fluel-Flow-Reduzierung und das ist für sie ein großer Nachteil auf den Geraden. Zum Beispiel Nicolò kann sie ganz einfach auf der Geraden überholen, umgekehrt ist es aber unmöglich.»
Reifen waren in Assen das Zünglein an der Waage
Der 35-Jährige weiter: «Auf dem TT Circuit wurde die Performance zusätzlich von den Reifen beeinflusst, denn es standen nur harte Mischungen zur Verfügung. Hätten sie für die Rennen weiche Reifen zur Verfügung gehabt, hätten sie mindestens die erste Hälfte vorn mitfahren können und wären insgesamt näher dran gewesen. Aber ihr Chassis funktioniert gut, bei der Elektronik und am Motor fehlt es vielleicht ein wenig. Nicht überall, aber es werden bessere Rennstrecken für sie kommen.»
Zur Info: Es war eine Überraschung, dass Einheitsreifenlieferant Pirelli – anders als bei vergleichbaren Bedingungen 2025 – auf dem TT Circuit keinen Qualifyer und für die langen Rennen nur härtere Gummimischungen zur Verfügung stellte.
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