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MotoGPKolumne

Yamaha strauchelt: «Game Over» für den Reihenmotor?

In Jerez erreichte Fabio Quartararo mit dem 16. Startplatz einen neuen Tiefpunkt. Die Yamaha M1 steht gegen die V4-Bikes in der MotoGP-WM auf verlorenem Posten, findet auch SPEEDWEEK.com-Kolumnist Michael Scott.

Im Artikel erwähnt


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Fabio Quartararo beim Jerez-Test
Fabio Quartararo beim Jerez-Test
Foto: Yamaha
Fabio Quartararo beim Jerez-Test
© Yamaha

Ein schlechtes Rennen mag noch Zufall sein, eine schlechte Saison ein Rückschlag. Wenn die Probleme aber auch im folgenden Jahr anhalten, sieht es langsam nach "Game over" für den Weltmeister der Saison 2021, Fabio Quartararo, und seinen einst vorbildlichen Yamaha-Reihenvierzylinder aus. Zumindest für diese Saison, vielleicht aber auch für immer.

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Eine Reihe schwacher Qualifying-Leistungen führte zu problematischen Startpositionen. Lahme Starts im hektischen Getümmel, in dem leicht etwas passieren kann, erschwerten die Situation zusätzlich. Und in Jerez krachte es zuletzt ziemlich heftig.

Die ernüchternde Zwischenbilanz: Ein einziger dritter Platz aus dem Texas-GP steht bisher drei Nullern aus acht Rennen (mit den Sprints) gegenüber. "El Diablo" liegt in der Tabelle aktuell nur auf dem elften Rang, 47 Punkte hinter WM-Leader Pecco Bagnaia.

Uneinholbar ist das nicht. Immerhin 16 Sprints und 16 Hauptrennen stehen noch aus, in denen noch bis zu 592 Punkte zu holen sind. Der Rückstand nimmt aber definitiv besorgniserregende Ausmaße an, besonders nach dem Spanien-GP, bei dem sich der Franzose erhofft haben dürfte, wieder an Momentum zu gewinnen. Jerez, eine verschlungene, technische Piste, zählt zu Quartararos Lieblingsstrecken und war noch dazu für seine agile M1 stets ein gutes Pflaster.

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Jerez 2023 offenbarte die Yamaha-Schwäche

Quartararos eigentlich erfreuliche Jerez-Bilanz reicht zurück bis in das Jahr 2015, als er seine erste Moto3-Pole fixierte. Bei fünf Antreten in der MotoGP-Klasse sammelte er in Andalusien vier Pole-Positions und einen zweiten Startplatz, plus zwei Siege und einen zweiten Platz – bis zu diesem Jahr.

Startplatz 16 (zwei Plätze hinter seinem Teamkollegen Morbidelli) war das bisher schlechteste Qualifying-Ergebnis in der MotoGP-Karriere des 24-jährigen Yamaha-Hoffnungsträgers. Im Sprint am Samstag blieb er als Zwölfter ohne Punkte, am Sonntag rettete er als Zehnter nach zwei Long-Lap-Schleifen sechs Punkte.

Der erste Long-Lap-Penalty war ihm für den Crash in Kurve 2 aufgebrummt worden, der eine rote Flagge und einen verletzten Miguel Oliveira zur Folge hatte. Fabio und Yamaha machten deutlich, dass sie die Strafe als ungerecht empfanden. Es habe sich um einen Rennunfall gehandelt, der dem Platzmangel so kurz nach dem Start geschuldet war. Einige erfahrene Beobachter sahen sie auch im Recht. Protestmöglichkeit gab es aber keine.

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Die zweite Long-Lap-Schleife war eine kleinliche, aber den Regeln entsprechende Strafe dafür, dass Quartararo beim ersten Mal knapp die weiße Linie überfahren hatte.

Es war eine Mischung aus Pech und Wettbewerbsnachteil – und man muss kein Pessimist sein, um davon auszugehen, dass Fabios Titelhoffnungen gegen die Ducati-Armada und die mehr als einmal aufkeimenden KTM und Aprilia in Trümmern liegen.

Ihn selbst trifft dabei keine Schuld.

Yamahas elegante M1 wird vom letzten verbleibenden Reihenmotor in der MotoGP-Klasse angetrieben, nachdem Suzuki sich am Ende des vergangenen Jahres zurückgezogen hat. Es sieht ganz danach aus, als würde Quartararo einen bereits verlorenen Kampf führen.

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Hat der Reihenmotor seine letzte Runde erreicht?

Von den 90-Grad-V4-Triebwerken, die jeder andere Hersteller einsetzt, wurde er zunehmend übertrumpft. Der Reihenvierzylinder mag gewisse Vorteile mitbringen, so der gyroskopische Effekt der längeren Kurbelwelle, welcher die Stabilität erhöht und so hohe Kurvengeschwindigkeiten ermöglicht.

Doch im Kontext des modernen MotoGP-Rennsports ist der Reihenvierzylinder gegenüber dem druckvollen Antritt der V4 im Nachteil. Das änderte sich auch 2004 nicht, als Yamaha die Crossplane-Kurbelwelle einführte, deren unregelmäßige Zündfolge die Traktion am Hinterrad verbesserte.

Die Yamaha (und bis zum Vorjahr Suzuki) lieferten in den vergangenen Jahren einen tapferen Kampf, während Ducati noch mit Handling-Problemen zu kämpfen hatte, Honda ohne Marc Márquez einbrach und Aprilia und KTM noch Aufholbedarf hatten.

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Der Hersteller aus Iwata geriet aber ins Hintertreffen.

Franco Morbidelli – 2020 noch Vizeweltmeister – stürzte im Vorjahr bis auf den 19. WM-Rang ab, das Kundenteam von Razlan Razali lief nach einer enttäuschenden Saison zu Aprilia über.

Quartararo war mit übermenschlichem Einsatz dennoch ein GP-Sieger und Titelanwärter. Das war wirklich heroisch, auch wenn seine Klagen über die mangelnde Beschleunigung und den schwachen Top-Speed immer lauter wurden.

Vor diesem Hintergrund war es doch etwas überraschend, dass er eine Vertragsverlängerung über zwei weitere Jahre unterzeichnete. Yamaha versprach ihm offensichtlich ausreichend Verbesserungen, um ihn vom Bleiben zu überzeugen.

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Gegenüber den erneut verbesserten europäischen Bikes ist die M1 aber auch in dieser Saison nicht konkurrenzfähig. Selbst dem sanften Handling kann man nicht mehr trauen, wenn man das Risiko eingeht, das Quartararo eingehen muss, um wettbewerbsfähig zu sein.

Valentino Rossi bat Yamaha inständig, einen V4-Motor zu bauen, ehe seine eigenen Ergebnisse in eine Abwärtsspirale gerieten. Seine letzten MotoGP-Jahre wären vielleicht anders verlaufen, hätten sie auf ihn gehört.

Quartararo seinerseits wird müde sein, nachdem seine anhaltenden Forderungen nach mehr Power offenbar auf taube Ohren gestoßen sind. Er wirkt mittlerweile entmutigt, obwohl ihm seine dritte Zeit beim Montag-Test in Jerez etwas Auftrieb geben mag (Morbidelli war 16.).

So wie ein erfolgreiches Bike PS und Handling braucht, muss der Fahrer das Vertrauen spüren. Das ist die Grundvoraussetzung für alles andere. Quartararo befindet sich jedoch in einer Krise und die Saison 2023 ist so gut wie verloren. Ihm ist die Puste ausgegangen, in jeglicher Hinsicht.

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Kann Fabio das überwinden, wird er zu einem echten Giganten. Yamaha könnte ihm helfen, indem sie doch noch einen V4 bauen.

MotoGP-Test, Jerez (1. Mai):

1. Bezzecchi, Ducati, 1:36,574 min

2. Marini, Ducati, + 0,104 sec

3. Quartararo, Yamaha, + 0,151

4. Di Giannantonio, Ducati, + 0,389

5. Viñales, Aprilia, + 0,390

6. Bagnaia, Ducati, + 0,450

7. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,486

8. Brad Binder, KTM, + 0,494

9. Martin, Ducati, + 0,515

10. Alex Márquez, Ducati, + 0,615

11. Raúl Fernández, Aprilia, + 0,711

12. Nakagami, Honda, + 0,740

13. Zarco, Ducati, + 0,752

14. Miller, KTM, + 0,857

15. Mir, Honda, + 0,942

16. Morbidelli, Yamaha, + 0,969

17. Rins, Honda, + 1,148

18. Augusto Fernández, KTM, + 1,165

19. Bradl, Honda, + 1,208

20. Pedrosa, KTM, + 1,823

21. Folger, KTM, + 1,968

22. Savadori, Aprilia, + 1,984

MotoGP-Ergebnis, Jerez (30.04.):

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1. Bagnaia, Ducati, 24 Rdn in 39:29,085 min

2. Brad Binder, KTM, + 0,221 sec

3. Miller, KTM, + 1,119

4. Martin, Ducati, + 1,942

5. Aleix Espargaró, Aprilia, + 4,760

6. Marini, Ducati, + 6,329

7. Pedrosa, KTM, + 6,371

8. Alex Márquez, Ducati, + 14,952

9. Nakagami, Honda, + 15,692

10. Quartararo, Yamaha, + 15,846

11. Morbidelli, Yamaha, + 17,209

12. Di Giannantonio, Ducati, + 17,911

13. Augusto Fernández, KTM, + 19,010

14. Bradl, Honda, + 27,294

15. Raul Fernández, Aprilia, + 36,371

16. Lecuona, Honda, + 36,753

17. Folger, KTM, + 47,146

– Viñales, Aprilia, 1 Runde zurück

– Zarco, Ducati, 8 Runden zurück

– Bezzecchi, Ducati, 8 Runden zurück

– Rins, Honda, 22 Runden zurück

– Mir, Honda, 23 Runden zurück

– Oliveira, Aprilia, nicht gestartet

MotoGP-Ergebnis Sprint, Jerez (29.04.):

1. Brad Binder, KTM, 11 Rdn in 18:07,055 min

2. Bagnaia, Ducati, + 0,428 sec

3. Miller, KTM, + 0,680

4. Martin, Ducati, + 0,853

5. Oliveira, Aprilia, + 1,638

6. Pedrosa, KTM, + 1,738

7. Viñales, Aprilia, + 3,248

8. Zarco, Ducati, + 3,380

9. Bezzecchi, Ducati, + 5,711

10. Marini, Ducati, + 7,015

11. Di Giannantonio, Ducati, + 7,174

12. Quartararo, Yamaha, + 7,467

13. Rins, Honda, + 9,867

14. Raúl Fernández, Aprilia, + 11,550

15. Bradl, Honda, + 15,455

16. Morbidelli, Yamaha, + 15,849

17. Augusto Fernández, KTM, + 15,969

18. Lecuona, Honda, + 25,356

19. Folger, KTM, + 25,530

– Mir, Honda, 4 Runden zurück

– Aleix Espargaró, Aprilia, 6 Runden zurück

– Alex Márquez, Ducati, 8 Runden zurück

– Nakagami, Honda, 8 Runden zurück

WM-Stand nach 8 von 40 Rennen:

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1. Bagnaia 87 Punkte. 2. Bezzecchi 65. 3. Binder 62. 4. Miller 49. 5. Viñales 48. 6. Marini 48. 7. Martin 48. 8. Rins 47. 9. Zarco 46. 10. Alex Márquez 41. 11. Quartararo 40. 12. Morbidelli 34. 13. Aleix Espargaró 29. 14. Oliveira 21. 15. Di Giannantonio 17. 16. Augusto Fernández 17. 17. Nakagami 14. 18. Pedrosa 13. 19. Marc Márquez 7. 20. Mir 5. 21. Pirro 5. 22. Folger 4. 23. Raúl Fernández 3. 24. Bradl 2.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 137 Punkte. 2. KTM 81. 3. Aprilia 67. 4. Honda 61. 5. Yamaha 49.

Team-WM:

1. Mooney VR46 Racing 113 Punkte. 2. Red Bull KTM Factory Racing 111. 3. Prima Pramac 94. 4. Ducati Lenovo Team 92. 5. Aprilia Racing 77. 6. Monster Energy Yamaha 74. 7. LCR Honda 61. 8. Gresini Racing 58. 9. CryptoDATA RNF 24. 10. GASGAS Tech3 21. 11. Repsol Honda 12.

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1

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

108

2

Jorge Martin

Aprilia Racing

102

3

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

72

4

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

71

5

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

57

6

Alex Márquez

BK8 Gresini Racing MotoGP

55

7

Raúl Fernández

Trackhouse MotoGP Team

54

8

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

51

9

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

43

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