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Maria Herrera (29) wurde übergangen: «Weil ich eine Frau bin»

Als Weltmeisterin der WorldWCR und Teilnehmerin an internationalen Motorradrennserien hat sich Maria Herrera Respekt verschafft. Die Spanierin beklagt aber Diskriminierung zu Beginn ihrer Karriere.

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Obwohl alle Motorradrennserien männlichen und weiblichen Teilnehmern gleichermaßen offenstehen, konnten sich nur sehr wenige Frauen nachhaltig durchsetzen, international noch weniger. Eine Vorreiterin war Katja Poensgen. Die Deutsche fuhr beim Le Mans-GP 2001 in der 250er-Kategorie als erste Frau WM-Punkte ein. Und 2018 schrieb die Spanierin Ana Carrasco mit dem Gewinn der Supersport-WM 300 Geschichte.

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Heute sind weibliche Rennfahrer im Paddock selbstverständlicher und mit der Women's Circuit Racing World Championship gibt es eine eigene Weltmeisterschaft für Frauen. Die WorldWCR soll als Sprungbrett in eine gemischte Rennserie dienen, zum Beispiel die Sportbike- oder Supersport-WM.

Als aktuelle Weltmeisterin und WM-Leaderin 2026 ist Maria Herrera die derzeit herausragende Teilnehmerin der Frauen-Weltmeisterschaft. Die Spanierin fährt bereits seit ihrem 16. Lebensjahr international und fuhr in der Moto3, MotoE, Supersport-WM 300 und Supersport-WM.

Aber auch die 29-Jährige hat Diskriminierung erlebt. «Als ich 2013 die spanische Meisterschaft anführte, haben sie mir keine Möglichkeit gegeben, in ein offizielles Team aufzusteigen. Ich habe diese Chance einfach nicht bekommen», erinnert sich Herrera. «Ich habe die Meisterschaft angeführt, und alles lief gut. Daher glaube ich, dass das Ausbleiben dieser Chance damit zu tun hatte, dass ich eine Frau bin. Ich glaube, wir stehen vor mehr Hindernissen, zumindest am Anfang.»

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Über die Jahre setzte sich die Hartnäckigkeit von Herrera durch. Sie hofft auf mehr Gleichberechtigung in allen Bereichen. «Im Laufe der Jahre habe ich mich immer gut mit meinen Teams verstanden. Ein oder zwei Fahrer waren schwierig oder reagierten vielleicht übermäßig aggressiv, wenn ich sie im Rennen überholte. Aber im Allgemeinen habe ich das Gefühl, dass mich andere Fahrer und das Personal im Fahrerlager respektieren», erzählte die 18-fache WorldWCR-Siegerin aus Toledo. «Ich würde mir natürlich mehr weibliche Techniker wünschen. Meiner Meinung nach können Frauen jeden Job machen – Technikerin, Mechanikerin, was auch immer. Die Situation verbessert sich Schritt für Schritt, und mittlerweile gibt es auch im MotoGP-Fahrerlager mehr Mechanikerinnen. Als ich mit dem Rennsport angefangen habe, arbeiteten Frauen nur in organisatorischen Bereichen, im Reisemanagement oder im Hospitality-Bereich.»

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