Nicht nur V4-Sportler nach dem Neustart: Norton Atlas für die Mittelklasse
Mit sechs neuen Modellen will Norton den Markt aufrollen, vier davon wurden bereits präsentiert. Für die Mittelklasse-Modelle der «Atlas»-Familie liegen vor dem Marktstart offizielle Daten vor.
Norton strebt nach dem Neustart der britischen Kultmarke ein breit gefächertes Modellportfolio an. Bei der ersten öffentlichen Markenpräsentation im November auf der Mailänder EICMA wurde dafür, neben dem neuen V4-Flaggschiff «Manx R» und dessen Naked-Äquivalent «Manx», zusätzlich die Atlas vorgestellt, die für die Indo-Briten den Einstieg in den Massenmarkt bedeutet. Für diesen hat Norton eine Reiseenduro auf die Räder gestellt, die rein straßenorientiert ausgelegt und in zwei Varianten auf den Markt kommt. Wie bei seinen beiden V4-Flaggschiffen hat Norton unter Marken-Urgestein Simon Spinner auch die Atlas klar, reduziert und modern gestaltet – ohne jeglichen Retro-Bezug.
Wenige Wochen nach der Fahrvorstellung der Manx R haben die Indo-Briten für die Atlas nun auch die technischen Daten bekanntgegeben. Die Standard-Version, die auch in der zusätzlichen Ausstattungsversion «Apex» erhältlich sein wird, setzt auf ein 19-Zoll-Vorderrad und eine 17-Zoll-Felge hinten. Letztere kombiniert die «GT» mit einem 17-Zoll-Vorderrad, von 180 auf 140 Millimeter reduzierten Federwegen und Aluguss-Felgen – die «GT» ist mehr noch auf reinen Einsatz auf Asphalt ausgelegt als die beiden 19-Zoll-Versionen. Die Feder- und Dämpferelemente vorn und hinten werden bei allen Versionen von KYB zugeliefert.
Das Herz bildet dabei ein Reihentwin, der äußerlich Ähnlichkeiten zu BMWs neuem Einstiegsaggregat aus der F450 GS aufweist. Norton gehört zu TVS, die Produktions- und Entwicklungspartner von BMW in Indien sind und die F450-Baureihe für die Bayern fertigen. Die Daten unterscheiden sich jedoch deutlich: Ein Bohrung-Hub-Verhältnis von 78x61 Millimeter addiert sich zu 585 Millimeter Hubraum und in der Norton kommt eine Kurbelwelle mit dem längst klassenüblichen Hubzapfenversatz von 270 Grad zum Einsatz. Das Aggregat leistet in der Spitze 70 PS bei 9.300 U/min und bringt 57,5 Nm Drehmoment auf die Kette, verzögert wird vorn mit einer Zweischeiben-Anlage von Bybre.
Ab 9250 Euro ist die Atlas in Deutschland erhältlich. Im Elektronikbereich sind dafür Wheelie-, schräglagenabhängige Traktions- und Slidekontrolle bereits inklusive, ebenso wie Tempomat, Quickshifter und diverse Fahrmodi, die über 8-Zoll-TFT-Instrumente gesteuert werden. Beim Verkaufsstart bleiben Schweiz und Österreich zunächst außen vor.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach