Gemeiner Vorwurf: Sieg von Lewis Hamilton in Barcelona nur dank Gelbphase?
Hamilton-Hasser schrecken vor nichts zurück. 2025 haben sie den Ferrari-Piloten Lewis Hamilton in Rente gekritzelt, nun stellen sie in den Raum, dass der Brite in Spanien den Sieg geschenkt erhielt.
Auch als Kritiker muss man zwischendurch so ehrlich sein und eine fabelhafte Leistung anerkennen. Nach dem Ferrari-Sieg von Lewis Hamilton in Katalonien freuen sich fast alle mit dem 41-Jährigen. Ich schreibe «fast alle», weil in Fan-Foren auch kursiert, der 106. GP-Sieg sei Hamilton gewissermassen geschenkt worden.
Hintergrund: Eine virtuelle Safety Car-Phase (VSC), als der Aston Martin von Fernando Alonso ausrollte. Fakt ist: Eine solche Phase, wenn die Autos mit stark eingeschränkter Geschwindigkeit um den Kurs rollen, ist in der Regel eine Einladung zum Reifenwechsel. Ein VSC-Reifenstopp ist in Spanien ungefähr zehn Sekunden kürzer als bei normalem Rennverlauf.
Ferrari liess Hamilton zunächst draussen (wir fragten uns im Pressesaal bereits, ob das besonders clever sei), holte ihn dann aber eine Runde später doch noch herein (na also, geht doch!).
Ergebnis: Hamilton blieb in Führung und fuhr danach den Mercedes auf und davon.
Mercedes-Pilot George Russell vermutet: «Lewis wäre bei einem Stopp unter Grün hinter uns rausgekommen. Aber ganz ehrlich – er hatte einen tollen Speed, dem wir wenig entgegenzusetzen gehabt hätten.»
Wenn wir uns das Tempo von Hamilton zum Schluss ansehen, dann wäre der Ferrari-Fahrer wohl mit seinen frischen Reifen an den Mercedes vorbei gegangen.
Der Schlüssel zum Sieg war nicht eine VSC-Phase, sondern die aggressive, mutige und letztlich völlig richtige Ferrari-Strategie, von Anfang an auf drei Stopps zu setzen. Lewis Hamilton stolz: «Dafür habe ich mich von Anfang an eingesetzt, weil ich davon überzeugt war, dass dies der schnellste Weg ins Ziel ist.»
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur glaubt: «Wir hätten so oder so gewonnen. Vielleicht wäre unser Vorsprung ein wenig kleiner gewesen. Das ist alles.»
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