Pecco Bagnaia (9.): «Wir müssen verstehen, was Marc gemacht hat!»
Pecco Bagnaia (Ducati Lenovo) beendete den MotoGP-Sprint in Ungarn auf Rang 9. Weshalb er wegen Fermin Aldeguer zu Beginn einige Positionen verlor und was er sich von Marc Marquez abschauen möchte.
Pecco Bagnaia startete von Position 5 in den MotoGP-Sprint auf dem Balaton Park Circuit. In der ersten Kurve wurde er von einigen Fahrern überholt, weshalb er früh den Anschluss an die Top-Positionen verloren hatte. Im weiteren Rennverlauf wurde der Ducati-Werksfahrer auch von Jorge Martin (Aprilia) und Enea Bastianini (KTM Tech3) überholt. Immerhin konnte er sich am Ende erfolgreich gegen Ducati-Kollege Fabio Di Giannantonio behaupten. Die Ziellinie überquerte Bagnaia als Neunter. Nach dem Sprint analysierte Bagnaia, was alles schiefgelaufen ist.
«Ich hatte einen sehr guten Start, aber dann hatte ich Probleme, um in die erste Kurve hineinzufahren. Aldeguer hat sich vielleicht etwas zu viel gegen mich verteidigt. Er achtete darauf, dass ich ihn nicht überhole, aber das hatte ich gar nicht vor. Wir haben beide Positionen verloren – ich viel mehr als er», schilderte Bagnaia die Situation direkt nach dem Start. «Zum Glück war ich dazu in der Lage, in Kurve 2 die Linie zu schließen, um nicht noch weiter zurückzufallen. Es war hart, zudem ist es auf dieser Strecke schwierig zu überholen. Ich bremse zwar sehr spät und hart, aber ich verliere in den Kurven 4 und 17 zu viel Zeit beim Herausbeschleunigen. Wenn man sich die Daten ansieht, dann habe ich auch Probleme mit der Traktion – es war mehr oder weniger gleich wie am Freitag, wo auch Marc seine Probleme hatte. Marc hat heute aber einen riesigen Schritt in Sachen Traktion gemacht, also haben wir vielleicht eine Lösung.»
Auf dem Balaton Park Circuit ist es entscheidend, wie man durch die erste Kurve kommt. Zudem wurde Kurve 1 neu asphaltiert. Man muss möglichst innen sein, wo der Grip höher ist. «Das stimmt, aber diese Kurve ist so langsam, dass es nicht so schwer ist, dort die Linie zu halten», winkte Bagnaia ab. «Problematischer ist Kurve 7, wo die Steine aus dem Asphalt herauskommen. Normalerweise, wenn du den Asphalt zu kurz vor einem Rennen aufbringst, dann hält dieser niemals. Bei diesen Bedingungen spürst du, dass sich die Steine lösen. In der Zukunft müssen wir das berücksichtigen.»
Vorfreude auf Brünn und Assen
Bagnaia fuhr im Q1 die schnellste Zeit, im Q2 stellte er seine Desmosedici dann auf Startplatz 5. «Es war sehr gut. Ich gebe hier 200 Prozent, um schnell zu sein, aber mein Fahrstil passt einfach nicht zu dieser Strecke», grübelte der Italiener. «Ich versuche dann alles, um die Linie am Kurvenende der Schikane mehr zu schließen. Aber ich habe meine Schwierigkeiten. Ich weiß, dass Marc in diesen Kurven der Beste ist. Er ist der Meister am Ausgang von engen Kurven. Ich verbessere mich zwar, aber ich verliere sehr viel beim Herausbeschleunigen. Wir müssen verstehen, was Marc gemacht hat. Gestern hatte er Probleme und heute hat er in Sachen Beschleunigung einen großen Schritt gemacht. Vielleicht haben wir die Lösung in unserer Box.»
Ist es dennoch positiv, dass er auf einer Strecke, die ihm nicht liegt, im Qualifying Fünfter wurde? «Sehr. Ich bin nicht glücklich über Platz 9, aber über die Performance, die ich hier zeigen kann», fand Bagnaia positive Ansätze. «Auch 2023 und 2024 hatte ich auf Strecken wie diesen meine Probleme – ich habe in engen Kurven große Schwierigkeiten. Ich kann somit happy sein und für morgen bin ich mir ziemlich sicher, dass ich in den Top-5 kämpfen kann. Ich freue mich aber jetzt schon auf Brünn und Assen.»
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