Yamaha geschwächt – mit Van Beveren aber vorn dabei
Das Yamaha-Werksteam machte bei der Rallye Dakar 2017 bisher nicht viel auf sich aufmerksam, mit Adrien Van Beveren sind die Japaner nach der fünften Etappe aber in Schlagdistanz zu Seriensieger KTM.
Nachdem Alessandro Botturi und Rodney Fagotter die Rallye Dakar 2017 vorzeitig aufgeben mussten, sind von ursprünglich vier Yamaha-Werkspiloten nur noch zwei dabei. Nach der verzwickten fünften Etappe, als viele Piloten von der richtigen Route abkamen, belegt dafür Adrien Van Beveren als Gesamtdritter mit nur 16 min Rückstand aber einen hervorragenden dritten Gesamtrang. Nach verhaltenem Start in die 39. Ausgabe der härtesten Rallye der Welt befindet sich der Hersteller mit der Stimmgabel im Logo also plötzlich in aussichtsreicher Position im Kampf um den Gesamtsieg.
"Das war eine sehr gute Etappe für mich", frohlockte der Franzose. "Die Route war zwar total rutschig, ich fühlte mich aber sehr gut damit. Nach ein paar Kilometern gab es eine knifflige Situation zum navigieren, wo viele Fahrer falsch abgebogen sind. Ich habe es langsamer angehen lassen und es geschafft. Ich glaube ich war einer der ersten Fahrer, der den Weg gefunden hat und damit habe ich wahrscheinlich ein paar anderen geholfen. Es ist ermutigend, jetzt Dritter zu sein. Das motiviert mich zusätzlich. Aber die Dakar geht noch lange."
Der zweite Yamaha-Pilot, Helder Rodrigues, muss bei einem Rückstand von 1.23 Std. auf Fehler der Spitze hoffen. "Das ist eine der schwersten Dakar-Rallye, die ich je gefahren bin", stöhnte der Haudegen. "Langsam hole ich aber die Zeit auf, die ich auf den ersten Tagen verloren habe. Die Top-10 sind nicht mehr weit entfernt – mein Ziel sind aber Positionen weiter vorne. Der Weg nach Buenos Aires ist noch weit, es kann noch alles passieren. Ich brauche nur eine gute Etappe, um weiter nach vorne zu kommen."
Dakar 2017, Ergebnis Etappe 5
Dakar 2017, Gesamtstand nach Etappe 5
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