Red Bull Racing Team: Warum sich Teamchef Laurent Mekies keine Sorgen macht
Das Red Bull Racing Team hat in den letzten Jahren einige Fachkräfte verloren. Auch der leitende Renningenieur Gianpiero Lambiase wird das Team verlassen. Teamchef Laurent Mekies bleibt trotzdem cool.
Das Red Bull Racing Team hat in der rennfreien Zeit zwischen dem GP in Japan und dem Rennwochenende in Miami einen grossen Schritt nach vorne gemacht, das zeigt nicht nur der Blick auf die Ergebnisliste, auch bestätigte Zugpferd Max Verstappen, dass sich sein Dienstwagen nun besser anfühle als an den ersten drei Rennwochenenden des Jahres.
Der Fortschritt gelang nicht zuletzt dank der harten Arbeit hinter den Kulissen. Das Red Bull Racing Team hat einmal mehr gezeigt, dass es auch ohne den zu Aston Martin abgewanderten Designer Adrian Newey an der Spitze in der Lage ist, ein starkes Rennauto zu bauen.
Deshalb gibt es für die hellen Köpfe aus der Mannschaft aus Milton Keynes auch immer wieder Angebote von der Konkurrenz. Und die Versuche, die Fachkräfte abzuwerben, gelingen zuweilen. In den letzten Jahren verliessen abgesehen von Newey mehrere hochkarätige Fachleute das Team. Zuletzt sorgte die Abgangsankündigung von Gianpiero «GP» Lambiase für Schlagzeilen. Der leitende Renningenieur und Mann im Ohr von Verstappen wird ab 2028 die Rolle des Chef-Rennleiters bei McLaren übernehmen.
Nicht der erste Wechsel zu McLaren
Er ist nicht der erste Experte, der von Red Bull Racing zum Team aus Woking wechselt: 2023 hatte Chefdesigner Rob Marshall die Fronten gewechselt, ein Jahr später sicherte sich McLaren die Dienste von Will Courtney, der zum Strategie-Team von Red Bull Racing gehörte und bei McLaren die Rolle des Sportdirektors übernahm.
Muss sich die Mannschaft aus Milton Keynes deshalb Sorgen um die künftige Wettbewerbsfähigkeit machen? Teamchef Laurent Mekies bestätigt, dass sein Team zuletzt einige wichtige Mitarbeiter ziehen lassen musste: «Das ist eine Tatsache, die schon seit drei oder vier Jahren besteht.»
Nicht nur interne Talente im Blick
Der Franzose betont: «Daher hat es für das Team höchste Priorität, ein Umfeld zu schaffen, in dem wir die besten Talente in der Boxengasse halten, fördern und anziehen können.» Man sei der Meinung, dass man auf allen Ebenen die besten Talente habe. Und wenn es um die Nachfolge für die abgeworbenen Mitarbeiter geht, stehen die Talente aus den eigenen Reihen an erster Stelle: «Wann immer es möglich ist, werden wir versuchen, intern zu fördern. Wir haben in den letzten Jahren eine Reihe von Talenten hervorgebracht, und darauf sind wir stolz; das wollen wir fortsetzen», erklärt er.
Gleichzeitig schrecke man auch nicht davor zurück, vielversprechende Fachkräfte abzuwerben, stellt Mekies klar: «Wenn wir bestimmte Fähigkeiten oder Erfahrungen von einigen unserer geschätzten Konkurrenten in der Boxengasse benötigen, werden wir das tun», bestätigt er, und fasst zusammen: «Wir geben unseren Talenten die besten Chancen, und wenn wir uns anderweitig verstärken müssen, dann tun wir das auch.»
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