ESR Horice: Rote Flaggen, starke Gastfahrer, volle Punkte für «The Hoff»
Nach zwei Abbrüchen wurde der erste Lauf der ESR Superbike in Horice erst gar nicht mehr gestartet. Das zweite Rennen gewann der Lokalmatador Petr Najman vor Laurent Hoffmann und Nico Müller.
Es war alles für ein spannendes ersten Rennen der European Series Road Racing (ESR) im Rahmen der «300 Kurven von Gustav Havel» in Horice angerichtet. Der Belgier Laurent Hoffmann hatte auf der 5,150 Kilometer langen Naturrennstrecke etwas überraschend für die Pole-Position gesorgt –nach eigener Aussage war es die erste in seiner Karriere -, daneben stand mit dem Tschechen Petr Najman der Lokalmatador, der sich vor dem Heimpublikum keine Blöße geben wollte. Auf Startplatz 3 nahm der Österreicher Florian Astner Aufstellung.
Während Najman vom Start die Führung übernahm und sich Hoffmann an sein Hinterrad klebte, konnte Astner seine gute Ausgangsposition nicht nützen. Hinter dem Finnen Anssi Koski, dem Deutschen Nico Müller und dem Slowaken Tomas Toth beendete er die erste von zehn Runden an der sechsten Stelle. Bevor er sich daranmachen konnte, den verlorenen Boden gutzumachen, wurde das Rennen gestoppt, weil der Tscheche Ladislav Vojtko zu Sturz gekommen war.
Auch der Neustart stand unter keinem guten Stern. Najman hatte sich wieder vor Hoffmann an die erste Stelle gesetzt. Es war noch keine Runde gefahren, als die ersten Fahrer die Hand hoben, weil die Rennleitung zum zweiten Mal zur roten Flagge greifen musste. Ein Zuseher war bei großer Hitze kollabiert und benötigte dringend ärztliche Hilfestellung. Um zum Patienten zu gelangen musste das Rettungsauto allerdings die Strecke überqueren.
Nach dem neuerlichen Abbruch wurde das Rennen nicht wieder aufgenommen.
Der zweite Lauf geht ohne Probleme über die Bühne
Als Abschluss der gut besuchten Veranstaltung durften die Superbike-Piloten am frühen Abend ihr zweites Rennen absolvieren. Wieder demonstrierte Najman seine Reaktionsfähigkeit. Wie zuvor ging der tschechische Gastfahrer vor «The Hoff», wie er von seinen Kollegen genannt wird, in Richtung der Stadteinfahrt. Nach der ersten Runde kehrte er mit eineinhalb Sekunden Vorsprung zurück zu Start und Ziel. Nach einer fehlerlosen Fahrt donnerte der Yamaha-Fahrer unter dem Jubel der Fans als überlegener Sieger über den Zielstrich.
Hinter Hoffmann, der sich mit Platz die 25 Punkte für die ESR-Wertung sicherte, holte sich sein BMW-Markenkollege Müller den dritten Platz, der Koski und den belgischen ESR-Gesamtführenden Fedrik Matthys auf die Ränge verweisen konnte. Für den Schweizer Olivier Lupberger war die Veranstaltung eine emotionale Herausforderung, hatte er sich doch im Vorjahr auf dieser Strecke schwer verletzt. Mit dem zwölften Platz durfte er mehr als zufrieden sein. Der Österreicher Dominik Haslinger sah die Zielflagge an der sechsten Stelle, sein Landsmann Astner war wegen Problemen mit der Kupplung nicht mehr angetreten.
PL.
Fahrer
Maschine
1.
Petr Najman (CZ)*
Yamaha
2.
Laurent Hoffmann (B)
BMW
3.
Nico Müller (D)*
BMW
4.
Anssi Koski (FIN)
Yamaha
5.
Fedrik Matthys (B)
BMW
6.
Tomas Toth (SK)*
Kawasaki
7.
Dominik Haslinger (A)*
Kawasaki
8.
Jakub Sprojcar (CZ)
Yamaha
9.
Pontus Röstlinger (S)
Honda
10.
Martin Hajek (CZ)*
BMW
12.
Olivier Lupberger (CH)
Yamaha
15.
Christoph Kreller (D)*
BMW
17.
Paul Manx (D)*
Honda
22.
Daniel Wiesinger (A)*
Kawasaki
*Gastfahrer (ohne Punkte)
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